Industrie
Delphi erwägt weitere Verlagerungen nach Osteuropa

dpa-afx PARIS. Der weltweit zweitgrößte Automobilzulieferer Delphi erwägt aus Kostengründen eine weitere Verlagerung seiner Produktionskapazitäten von West- nach Osteuropa. "Es gibt eine ganze Menge an Produktgruppen, die wir mittelfristig nicht mehr in Westeuropa halten können", sagte Delphi-Europa-Chef Volker Barth am Dienstag in Paris der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Betroffene Produktbereiche könnten Komponenten für Kabelsätze oder Schalter (Mechatronik) sein, ergänzte ein Sprecher. Der US-Konzern beurteile die Situation auf dem Kontinent aber sehr differenziert: "Man darf nicht alles über einen Kamm scheren", sagte Barth. Auch müsse eine Verlagerung nicht zwangsläufig zu einem Stellenabbau in Westeuropa führen.

Angesichts der stagnierenden Autokonjunktur und des an Johnson Controls verkauften Batterie-Geschäfts wolle Delphi den Umsatz 2005 in Europa auf der Vorjahreshöhe von knapp sechs Mrd. Euro stabilisieren. Stark entwickele sich Delphi in den Bereichen elektronische Signalverteilung (Steuergeräte, Kabelsätze), Klimatechnik, Telematik und Mechatronik. Details zur Ertragslage in Europa nennt der Konzern nicht, diese sei aber positiv.

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