Dennoch Gewinnanstieg
Generika-Hersteller bedrängen Sanofi-Aventis

Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat seinen Gewinn im zweiten Quartal stärker gesteigert als von Analysten erwartet. Gleichzeitig hob das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr an. Die starke Konkurrenz der Generika-Hersteller trübte jedoch die Freude.

HB PARIS. Der Nettogewinn stieg nach Unternehmensangaben im zweiten Quartal um 14,7 Prozent auf 1,791 Mrd. Euro, Analysten hatten hier im Schnitt mit 1,69 Mrd. Euro gerechnet. Der Umsatz nahm um 4,1 Prozent auf 7,081 Mrd. Euro zu. Hier war mit 7,06 Mrd. Euro gerechnet worden. Operativ stieg der Gewinn um 8,8 Prozent auf 2,455 Mrd. Euro.

Für das Gesamtjahr rechnet der weltweit drittgrößte Pharmahersteller nun mit einem Wachstum beim bereinigten Gewinn je Aktie von 12 Prozent. Bislang hatte Sanofi rund 10 Prozent angepeilt. Analysten sagten, die angehobene Prognose entspreche den Markterwartungen.

Zu dem Gewinnanstieg trugen laut eigener Angaben gesunkene Kosten im Zuge der Fusion von Sanofi und Aventis bei. Dies habe den negativen Effekt des immer stärker werdenden Wettbewerbs durch Hersteller von Nachahmerpräparaten, so genannter Generika, mehr als ausgeglichen.

Umsatz leidet unter Generika-Konkurrenz

Das Umsatzwachstum von Sanofi hat in jüngster Zeit vor allem wegen der Generika-Konkurrenz für das Allergiemittel Allegra gelitten, dessen Patentschutz abgelaufen ist. Die Erlöse aus dem Verkauf des Anti-Thrombose-Mittels Plavix blieben mit plus 11 Prozent auf 565 Mill. Euro hinter den Markterwartungen zurück. Analysten hatten mit 594 Mill. Euro gerechnet. Bristol-Myers-Squibb verkauft Plavix für Sanofi in den USA. Derzeit ist unklar, bis wann Plavix noch Patentschutz genießt.

Als Wachstumstreiber beim Impfstoffegeschäft in den USA erwiesen sich Mittel gegen Influenza: der Anstieg fiel mit 59 Prozent auf 568 Mill. Euro besser aus als von Analysten mit 456 Mill. Euro erwartet. In Europa kletterten die Gesamtumsätze auf vergleichbarer Basis um 0,2 Prozent. Kostensenkungen im Gesundheitsbereich in Frankreich und Deutschland bekam Sanofi hier zu spüren. In den USA, dem weltgrößten Pharmamarkt, legten die Umsätze indes um 6,6 Prozent zu, ebenfalls auf vergleichbarer Basis. Ohne Konkurrenz durch Generika hätte der Anstieg bei 30 Prozent gelegen, rechnete Sanofi-Aventis vor.

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