Der deutsche Marktführer Aral muss sich der Billigkonkurrenz erwehren: Tankstellen kommen unter Druck

Der deutsche Marktführer Aral muss sich der Billigkonkurrenz erwehren
Tankstellen kommen unter Druck

Der Höhenflug der Kraftstoffpreise hat den Konkurrenzdruck auf dem Tankstellenmarkt erhöht. Das merkt auch die Bochumer Aral AG - der Branchenprimus in Deutschland, der zum BP-Konzern gehört.

DÜSSELDORF. Trotz des extremen Wettbewerbs auf dem deutschen Markt konnte Aral zwar im vergangenen Jahr insgesamt ein positives Ergebnis erzielen, „es lag jedoch unter dem Niveau des Vorjahres“, sagte Aral-Vorstandschef Walter Clements in Düsseldorf. Wie stark der Gewinn gesunken ist, wollte Clements noch nicht beziffern. Die deutsche BP legt erst im April Geschäftszahlen für 2004 vor.

Während die Mutterkonzerne der deutschen Tankstellengesellschaften wie Exxon-Mobil, BP, Shell oder Total in den Sparten Exploration und Produktion sowie im Raffineriegeschäft zuletzt Rekordsummen verdienten, gerät das Geschäft an der Zapfsäule unter Druck: Die 2004 zum Teil drastisch gestiegenen Benzinkosten haben immer mehr Autofahrer zu den Billig-Tankstellen getrieben. „Wir hatten noch nie so ein Auf und Ab bei der Preisentwicklung“, sagte Clements. Das habe die Kunden verunsichert.

Die Verlierer des schärferen Wettbewerbs sind damit die großen Markengesellschaften. Auch Aral habe im vergangenen Jahr einen Verlust beim Marktanteil um rund einen Prozentpunkt auf 23 Prozent hinnehmen müssen, sagte der Aral-Vorstandsvorsitzende.

Anders sieht es beim Konkurrenten Shell aus. „Für uns gilt nicht, dass wir Marktanteile an Billiganbieter verlieren“, sagte ein Shell-Sprecher . Er räumte jedoch ein, dass das Billig-Segment insgesamt dazu gewonnen habe.

Während Shell und Esso nach Berechnungen des Hamburger Energieinformationsdienstes (EID) vom Januar im Vergleich zum Juli vergangenen Jahres einen leichten Rückgang des Marktanteils beim Verkauf von Kraftstoffen auf rund zwanzig (Shell) bzw. neun Prozent (Esso) hinnehmen mussten, profitierte Jet mit einem leichten Plus. Das Unternehmen, das zum US-Konzern Conoco-Phillips gehört, zielt auf ein Preisniveau unterhalb der „großen Vier“, zu denen neben Aral, Shell und Esso auch Total zählt. Nach Angaben des EID haben die vier Spitzenreiter seit sieben Jahren fast 2 500 Stationen geschlossen, während die übrigen über 800 hinzugewannen.

Seite 1:

Tankstellen kommen unter Druck

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%