Der EADS-Konzern hält 80 Prozent an Airbus
EADS erhöht Gewinnprognose

Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat seine Gewinnprognose für 2004 wegen der bilanziellen Auswirkungen der Verschmelzung zweier Airbus-Gesellschaften erhöht. Der Konzern rechnet nun mit einem Gewinn von 1,93 anstelle von 1,8 Milliarden Euro.

HB MÜNCHEN. Für den operativen Gewinn (Ebit) werde nunmehr für dieses Jahr mit einem Zuwachs auf 1,93 (Vorjahr 1,5) Milliarden Euro gerechnet, teilte das Unternehmen am Dienstag in Amsterdam mit. Bislang hatte EADS für dieses Jahr mit einem Ebit vor Goodwill-Abschreibungen und außerordentlichen Posten von 1,8 Milliarden Euro gerechnet. Grund für die Anpassung seien die Auswirkungen der Verschmelzung der Vorläufergesellschaft des heutigen Flugzeugherstellers Airbus auf die jetzige Hauptgesellschaft Airbus SAS. Die Änderung der Ergebnisprognose sei rein bilanziell, auf die Liquidität des EADS-Konzerns wirke sich dies nicht aus.

Der EADS-Konzern hält 80 Prozent an Airbus. Die Verschmelzung der Vorläufergesellschaft Airbus GIE auf die neue integrierte Hauptgesellschaft des europäischen Flugzeugherstellers hatte der Konzern vor zwei Jahren eingeleitet. Im April dieses Jahres wurde der Schritt auf der Grundlage einer Vereinbarung mit den europäischen Steuerbehörden rückwirkend zum 1. Januar vollzogen. Während die Airbus GIE in US-Dollar bilanzierte, rechnet Airbus SAS in Euro.

Durch die Verschmelzung würden nun Kundenzahlungen in Dollar am Tag des Eingangs in Euro umgerechnet und nach Auslieferung der Flugzeuge als Umsatz verbucht. Noch ausstehende Umrechnungsdifferenzen bei Flugzeugen, die nach dem 1. Januar ausgeliefert würden, würden jetzt über die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst, wodurch sich die Ergebnisprognose erhöhe. Im Kern geht es also um Anzahlungen für Aufträge aus früheren Jahren, bei denen die Flugzeuge erst ab 1. Januar 2004 ausgeliefert wurden oder noch werden. Da zwischen Auftragserteilung und Auslieferung mehrere Jahre vergehen können, wird sich dieser Effekt auch in künftigen Bilanzen widerspiegeln. Ein Sprecher sagte, wie die Auswirkung in den kommenden Jahren sei, hänge von der Entwicklung des Dollar-Kurses ab.

Durch die andere Darstellung in der Bilanz werde die Rentabilität der einzelnen Flugzeugauslieferungen besser dargestellt, teilte das Unternehmen mit. Umsätze aus Anzahlungen und angefallene Kosten würden mit ihren damals gültigen Umrechnungskursen berücksichtigt.

An der Börse legte der Kurs der in Deutschland im Mittelwerteindex MDax enthaltenen EADS-Aktie um 1,3 Prozent auf 21,68 Euro zu, während der Gesamtmarkt nur leicht positiv tendierte. Am stärksten wird die EADS-Aktie an der Pariser Börse gehandelt, wo das Papier um 0,5 Prozent auf 21,60 Euro zulegte.

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