Der französische Baukonzern will Kerngeschäft stärken
Bouygues trennt sich von Wassersparte

Der französische Baukonzern Bouygues SA plant, seine Tochtergesellschaft Saur für 1,04 Mrd. Euro an die Buyoutgesellschaft PAI Partners zu verkaufen. Bouygues will sich von dem drittgrößten Wasserversorger Frankreichs trennen, um sich auf die Bau- und Telekomaktivitäten zu konzentrieren.

Bloomberg PARIS. PAI hat zusammen mit den Managern von Saur ein Gebot für 85 Prozent an dem Versorgungsunternehmen abgegeben, teilte eine Bouygues-Sprecherin mit. Die restlichen Anteile sollen beim Mutterkonzern verbleiben. Nicht eingeschlossen in die Transaktion sind die Saur-Aktivitäten in Afrika und Italien. „Das ist ein guter Preis“, sagt Alain Ourvoy, Analyst bei Natexis Bleichroeder SA in Paris. Er bewertet Saur mit rund 800 Mill. Euro. "Damit konzentriert sich Bouygues stärker auf seine zwei Kernbereiche."

Seit Juli bemüht sich Vorstandschef Martin Bouygues Saur zu verkaufen, um die Bereiche Bau und Mobilfunk auszubauen. In Frankreich versorgt Saur sechs Millionen Kunden mit Wasser. Das sind rund zehn Prozent der Bevölkerung.

Am 17. November werden die Betriebsräte von Bouygues und Saur mit Managern der beiden Unternehmen zusammentreffen, kündigte Bouygues an. PAI ist der einzige Verhandlungspartner, ein Vertragsabschluss hängt lediglich von der Genehmigung der Wettbewerbsbehörden ab, teilte das Unternehmen mit.

Der Aktienkurs von Bouygues zog gestern in der Spitze 1,5 Prozent an, am frühen Nachmittag notierte die Aktie 0,5 Prozent fester bei 33,28 Euro. Für dieses Jahr liegt die Aktie 20 Prozent im Plus.

Saur erzielte im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von 2,45 Mrd. Euro einen Gewinn von 27 Mill. Euro, das entspricht elf Prozent des Konzernumsatzes, heißt es auf der Bouygues-Website. In der ersten Jahreshälfte 2004 lag die Betriebsmarge bei 2,2 Prozent, damit ist sie die zweitniedrigste der sechs Bouygues-Sparten.

Die Wasser-Sparte beschäftigt 21 000 Mitarbeiter in 17 Ländern. Dabei entfallen 70 Prozent des Umsatzes auf Frankreich, 10 Prozent auf andere europäische Länder und 20 Prozent auf den Rest der Welt. Neben Wasser liefert Saur auch Strom an elf Millionen Abnehmer.

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