Unternehmen, die sich gegen die Verstaatlichung wehren, haben unsichere Erfolgsaussichten. So hat Venezuela in einem milliardenschweren Rechtsstreit mit Exxon
Mobil um die Verstaatlichung von Ölfeldern jüngst einen Teilsieg errungen. Eingefrorene Vermögenswerte der staatlichen venezolanischen Ölgesellschaft PDVSA in Höhe von zwölf Mrd. Dollar müssen freigegeben werden, urteilte ein britisches Gericht. Wegen der Verstaatlichung von Exxon
-Anteilen an Ölvorhaben in der Orinoco-Region hatte der US-Ölmulti die Einfrierung des venezolanischen Milliardenvermögens zunächst durchgesetzt.
Der italienische Energiekonzern Eni
, der statt einer Klage, Verhandlungen vorgezogen hatte, profitierte darauf von dieser Entscheidung. Für die Verstaatlichung des Ölfeldes Dacion, auf dem Eni
aktiv war, zahlt PDVSA verteilt über die nächsten sieben Jahre 700 Mill. Dollar, teilten die Venezolaner mit.

