In einem Monat, am 17. April, hat Ferdinand Piëch Geburtstag. Ein großes Geschenk hat sich die graue Eminenz von Volkswagen aber bereits am Montag mit der Übernahme von Scania gemacht. Lässt der Deal doch den vom VW-Aufsichtsratschef erträumten neuen VW-Großkonzern ein Stück näher rücken.
FRANKFURT. Schon 2007 haben die Wolfsburger den Konkurrenten Daimler
in wichtigen Kennziffern knapp hinter sich gelassen. Nun sorgt die Konsolidierung von Scania
noch einmal für einen deutlichen Sprung bei Profitabilität und Umsatz. Die Kräfteverhältnisse in der deutschen Autobranche sortieren sich damit neu, nimmt in Wolfsburg damit doch ein neuer Riesenkonzern mit Europas größtem PKW-Hersteller und einer starken LKW-Sparte immer klarere Formen an. Ferdinand Piëch hat so wieder einmal seinen Willen durchgesetzt, denn kaum ein Experte zweifelt, dass am Ende auch MAN
Teil der von Volkswagen
angestrebten Dreier
-Allianz
von Scania
und der VW
-Nutzfahrzeugsparte
mit MAN
sein wird.
Es ist ein Deal, wie ihn Piëch liebt. Unmittelbar vor dem am Dienstag beginnenden Auto-Salon in Genf setzen die Wolfsburger einen Paukenschlag. Fast alle Auto-Manager werden nun auf dem wichtigen Branchentreff am Genfer See über den Coup des bald 71-Jährigen reden müssen, der die Einigung seit Monaten in Hintergrundgesprächen ausgehandelt hatte. So mag es der raffinierte Taktiker, dessen Familieclan Piëch/Porsche
über VW
-Großaktionär Porsche
die Kontrolle in Wolfsburg hat.
Bildergalerie: Ferdinand Piëch – Harter Hund und genialer Tüftler
Etwa 2,9 Mrd. Euro hat Volkswagen
für die Mehrheit an Scania
auf den Tisch gelegt. Das ist ein Preis von 200 Kronen pro Scania
-Aktie
und damit ein Aufschlag von 68 Prozent für Scania
-Großaktionär Wallenberg
und dessen Beteiligungsgesellschaft Investor gegenüber dem ursprünglichen Offerte von MAN,
die nur 119 Kronen pro Scania
-Aktie
vorsah.
Die Wolfsburger zahlen damit ein deutlich höheres Multiple auf den Umsatz von Scania
als noch Konkurrent Volvo
beim Kauf des japanischen LKW-Bauers Nissan Diesel vor wenigen Jahren. Das ist allerdings der höheren Marge von Scania
geschuldet, die mit einer Rendite von 14,4 Prozent Europas profitabelster Nutzfahrzeugkonzern sind. Volkswagen
kann mit einer Nettoliquidität von 13,5 Mrd. Euro allerdings die 2,9 Mrd. Euro für Scania
nach Ansicht von Analysten locker stemmen.
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und Scania
spricht

