In erster Linie seien Zeitarbeiter betroffen, deren Verträge einfach auslaufen sollen. Die Stammbelegschaft solle vor allem durch Altersteilzeit und die durch Nichtbesetzen frei werdender Stellen reduziert werden. "Betriebsbedingte Kündigungen können wir ausschließen", fügte er hinzu. Der "Spiegel" berichtete, auch bei den festen Mitarbeitern sollen mehrere tausend Stellen wegfallen.
Wo genau die Arbeitsplätze gestrichen werden, blieb ebenfalls offen. Besonders viele Zeitarbeiter gibt es im Leipziger Werk, wo auf rund 2 500 Stammmitarbeiter rund 1 200 Zeitarbeiter kommen. Insgesamt arbeiten bei BMW
weniger als 10 000 Beschäftigte von Zeitarbeitsfirmen.
Die IG Metall äußerte sich zurückhaltend über den Stellenabbau. "Uns überrascht sowohl die Größenordnung, als auch der Zeitpunkt der Bekanntgabe des Arbeitsplatzabbaus", sagte der bayerische IG-Metall-Sprecher Matthias Jena. Die Tatsache, dass der Anteil der Leiharbeiter reduziert werden solle, sei intern bereits seit Mai bekannt. Ein Grund seien Produktionsumstellungen beim Bau der 7er Reihe.
Dass BMW
betriebsbedingte Kündigungen ausschließe, nannte die Gewerkschaft eine Selbstverständlichkeit. "Wir haben mit BMW
eine vertragliche Beschäftigungszusicherung bis 2014", betonte er. Zudem sei vereinbart, die gesetzlich 2009 auslaufende Altersteilzeit betriebsintern weiterlaufen zu lassen. "Da nimmt BMW
richtig viel Geld in die Hand", sagte der Sprecher. Die IG-Metall gehe davon aus, dass die Beschäftigtenzahl bei BMW
mittel- und langfristig steigen werde. "Anders können die ehrgeizigen Produktionsziele in der Zukunft gar nicht erreicht werden."
Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein kündigte Gespräche mit der Konzernführung an. Die Linkspartei kritisierte die BMW
-Pläne
als "schamlose Renditejagd auf Kosten der Beschäftigten".
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