Desertec
2014 soll der erste Strom aus der Wüste kommen

Das Wüstenstromprojekt Desertec soll endlich konkret werden und ab 2014 Strom liefern.
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DüsseldorfDas Wüstenstromprojekt Desertec soll endlich konkret werden. „Ich halte es für realistisch, dass die ersten Projekte 2014 Strom liefern können“, sagte Paul van Son, Chef der Desertec Industrie Initiative DII, dem Handelsblatt. Das könnten Wind- oder Photovoltaik-Anlagen in Marokko oder auch Tunesien sein, sagte van Son.

Außerdem konnte er einen neuen Partner für die DII gewinnen. So werde der spanische Infrastrukturkonzern Elecnor neuer Gesellschafter der Industrieinitiative, sagte van Son. Er bestätigte auch Gespräche mit dem staatlichen chinesischen Netzbetreiber SGCC sowie dem US-Konzern First Solar.  Zuletzt hatte der Ausstieg von Siemens für Unruhe bei den Gesellschaftern gesorgt.

Die DII will dafür sorgen, dass in Nordafrika und im Mittleren Osten Solar- und Windkraftwerke entstehen. Sie sollen dafür sorgen, dass Europa bis 2050 etwa 20 Prozent seines Stroms aus den Wüstenkraftwerken bezieht. Hinter der DII stehen insgesamt 57 Unternehmen wie die Deutsche Bank oder die Energiekonzerne RWE und Eon.

 

Kommentare zu " Desertec: 2014 soll der erste Strom aus der Wüste kommen"

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  • Soso, die Energiewendeprediger wollen also eine sensible und filigrane Stromerzeugungstechnik, wie es die Windmühlen und Solarmodule nun einmal sind mit Ihrer Rädchen und Elektrotechnik, in ein Wüstengebiet mit viel Staub und Sand stecken. Hhhmm....Abgesehen davon, dass Sand und Staub der größte Feind einer Elektrotechnik ist, gibt es dort auch regelmäßig Sandstürme. Die schmiergeln die Sonnenmodule blank und dringen mit Ihrem Staub in die noch kleinste Ritze eines Windmühlengenerators ein. Diese Erfahrung machen gerade die Offshore-Windmühlenbetreiber mit dem aggresiven Meersalzwasser. Wasser und Sand und Staub bleiben nun mal der größte Feind von elektronischen Baugruppen, Stahl und Beton.

  • Schönes Bild aber Real ist da nichts ausser Wüste.

    Wie Realitätsfremd das Grüne Projekte sind kann man daran sehen.
    Die CDU verzockt einen Teil der Geldes ! (Siehe Mappus ?!)
    Was man den Grünen gibt ist alles verzockt ! Siehe Desertec !!!

  • Hi Bidu 62...ich habe ein paar Jahre im Nahen Osten gelebt. Regen gibt es alle Jahre wieder. Bei Regen werden die abschüssigen Strassen von Jeddah überflutet. In Kairo brechen Brücken zusammen.

    Auch in Nordafrika folgt die Sonneneinstrahlung dem Tagesverlauf. In Saudi Arabien liegt der höchste Stromverbrauch zwischen 1800 und 1900 wenn die Betriebe noch arbeiten, die Klimaanlagen noch mit voller Kraft wummern, die Lichter an sind, allerdings keine Sonne mehr scheint. Auch dort muss die gesamte Solarkapazität durch moderne Grosskraftwerke kompensiert werden und ist damit ziemlich wertlos.

    Die Sonneneinstrahlung ist in Nordafrika im Sommer doppelt so hoch wie im Winter. Der Verbrauch ist in Europa im Winter 50% höher als im Sommer. Der umweltschädliche Strom dieser Ökosolarmonster ist hier nur von begrenztem Wert.

    Vandale

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