Detailprüfung in Bonn
Strabag darf Züblin übernehmen

Die österreichische Bauholding Strabag darf den Stuttgarter Baukonzern Züblin übernehmen. Das entschieden die Brüsseler Wettbewerbshüter nach einer sechswöchigen Prüfung.

HB BERLIN/BONN. Der freie Wettbewerb in der EU wird nach Angaben der EU-Kommission vom Freitagabend nicht gestört. Die Strabag ist eine 100-prozentige Tochter der Finanz Industrie Management AG (FIMAG). Auf Wunsch des Bundeskartellamtes übergab die Kommission die Prüfung regionaler Asphaltmärkte in Berlin, Chemnitz, Leipzig/Halle, Rostock und München zur Überprüfung an die Kartellbehörde in Bonn. Diese hat bei den regionalen Märkten Bedenken. Eine Entscheidung dazu werde erst später fallen, teilte die Kommission mit.

Nach der Übernahme hatte die Strabag-Gruppe das Geschäft zwischen der deutschen Strabag AG in Köln und der Stuttgarter Züblin neu aufgeteilt. Während sich die Strabag mehr auf den Straßenbau konzentrieren soll, wurden die Geschäftsbereiche Schlüsselfertigbau sowie Hoch- und Ingenieurbau bei der Züblin AG integriert. Die Aufteilung sollte vor allem Züblins Geschäfte im Inland und in Südosteuropa stärken. Dort hat die Strabag zahlreiche Straßenbauprojekte. Nach der Eingliederung der Geschäftsbereiche soll das Stuttgarter Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 2,2 Milliarden Euro erwirtschaften.

Neben der Strabag hält die Familie Lenz rund 43 Prozent der Züblin-Anteile. Der Übernahme war nach der Pleite des ehemaligen Züblin- Mehrheitsaktionärs Walter Bau (Augsburg) eine wochenlange Bieterschlacht vorangegangen, da sich auch die Familie Lenz die Mehrheit an Züblin sichern wollte.

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