Details zum Zwischenergebnis
IWKA enttäuscht auf ganzer Linie

Eine Wertberichtigung von 50 Mill. Euro hat den Maschinenbau-Konzern IWKA im ersten Halbjahr in die roten Zahlen getrieben. Die Hiobsbotschaft hatte das Unternehmen bereits Ende vergangener Woche verbreitet. Nun legte IWKA Details vor.

HBKARLSRUHE. Unterm Strich wies das MDax-Unternehmen am Dienstag einen Fehlbetrag von 62,2 Mill. Euro aus. Der größte Teil der Verluste fiel im zweiten Quartal an, dem Zeitraum der Abschreibung. Während im zweiten Quartal des Vorjahres ein Minus von „nur“ 4,1 Mill. Euro angefallen war, waren es nun 55,8 Mill. Euro. Das ebenfalls bereits vorab veröffentlichte operative Ergebnis belief sich auf 2,9 Mill. Euro. Als vergleichbaren Vorjahreswert nannte IWKA einen Betrag von 3,7 Mill. Euro.

Als Grund für die Wertberichtigungen nannte IWKA, dass Tochterunternehmen, die die Renditeerwartungen nicht erfüllt hätten, den nicht-weitergeführten Geschäften zugeführt worden seien. Dadurch wird der Konzern wohl auch auf Jahressicht unterm Strich einen deutlichen Verlust ausweisen. Fürs fortgeführte Geschäft bestätigte IWKA die Prognose, wonach ein positives operatives Jahresergebnis erzielt werden soll.

Für das erste Halbjahr meldete IWKA auf vergleichbarer Basis einen Umsatzanstieg um 11,2 Prozent auf 678,6 Mill. Euro. Der Auftragseingang kletterte auf vergleichbarer Ebene um 12,7 Prozent auf 853,6 Mill. Euro.

An der Börse reagierten die Investoren kaum noch auf die endgültige Vorlage der Zwischenbilanz. Nachdem die Aktie in der Vorwoche nach Veröffentlichung der schlechten Nachrichten deutlich eingebrochen war, sank sie nun nur noch leicht.

Analysten sehen schwarz

Nach Ansicht von LRP-Analyst Stephan Klepp birgt die Zwischenbilanz wenig Überraschungspotential. Trotz leichter Steigerungen bei Umsatz- und Auftragseingang seien die Zahlen auf Ergebnisebene enttäuschend. Ein weiterer Analyst verwies auf die schwere Vergleichbarkeit der Markterwartungen mit den tatsächlich ausgewiesenen Daten. Vor allem die Ausblicke für die Bereiche Automotive und Robotertechnik seien enttäuschend. Für IWKA werde es immer schwerer, operative Verbesserungen zu erreichen.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Iwka im Bereich Automobiltechnik ein stabiles operatives Geschäft, das jedoch weiter vom starken Wettbewerbsdruck im Auftragsbestand und bei Neuaufträgen beeinträchtigt werde. Das Jahr 2006 sei vom Produktionsstart des Betreibermodells zur Karosseriefertigung in Toledo/USA geprägt. Die Anlaufphase des Betreibermodells zur Fertigung des Jeep Wrangler belasteten das Ergebnis des ersten Halbjahres mit 6,8 Mill. Euro.

Bei der Robotertechnik werde die erwartete Stabilisierung des Geschäfts durch den starken Wettbewerbsdruck im Automobilsektor beeinträchtigt. Im Bereich Verpackungstechnik soll das operative Ergebnis im Jahresverlauf steigen, indem Aufträge aus dem angestiegenen Auftragsbestand abgearbeitet werden.

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