Details zur Fusion
VW und Porsche sind noch lange keine Einheit

Gestern haben die Aufsichtsräte von VW und Porsche bestimmt, dass die beiden Autobauer zu einem werden. Heute erklärten die Unternehmenslenker, wie das genau aussehen soll. Einige Fragen blieben zwar noch offen, aber einige sehr interessante Punkte wurden genannt. Unter anderem auch, dass die Mitarbeiter zu Aktionären werden sollen.

HB WOLFSBURG. Der VW-Betriebsrat strebt eine Mitarbeiterbeteiligung an Volkswagen in der Größenordnung zwischen einem und fünf Prozent an. Das sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh am Freitag in Wolfsburg. Es gehe darum, die Belegschaft langfristig am Unternehmen zu beteiligen. Die Dividende sei für soziale Zwecke vorgesehen. Demnächst begännen Verhandlungen über die Mitarbeiterbeteiligung.

Noch unklar ist, wie hoch der Anteil der Familien Porsche und Piech nach dem Zusammenschluss von Volkswagen und Porsche sein wird. Dazu „können wir nichts Konkretes sagen“, erklärte VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. Es gebe „noch eine Bandbreite“, sagte er. Ein Prüfer werde den Finanzwert im Zuge der Verschmelzung beider Firmen prüfen, sagte er. Zum geplanten Anteil des Emirats Katar sagte Pötsch, er werde „leicht unter“ dem 20-Prozent-Anteil des Landes Niedersachsen liegen.

Die Aufsichtsräte von Volkswagen und VW hatten am Donnerstag den Fahrplan zum Zusammenschluss beider Firmen abgesegnet. Pötsch sagte, die Porsche-Vorzugsaktien würden in VW-Vorzugsaktien umgewandelt.

Zudem erneuerte VW seinen Anspruch, die Nummer Eins in der Automobilindustrie werden zu wollen: „Der Konzern hat sicher das Zeug dazu, die Nummer Eins zu werden“, sagte VW-Chef Martin Winterkorn. Der Konzern habe eine beispiellose Modellpalette, globale Präsenz und höchste Technologiekompetenz. Der weltgrößte Autobauer ist bislang Toyota. Am Donnerstagabend hatten VW und Porsche eine Grundlagenvereinbarung geschlossen. Nach einem monatelangen und erbitterten Übernahme- Machtkampf machten die Aufsichtsräte beider Unternehmen den Weg für ein neues Autoimperium frei.

Im Laufe des Jahres 2011 sollen die beiden Autobauer miteinander verschmelzen. Mit dem kleinen, aber ertragsstarken Sportwagenbauer als zehnter Marke im Konzern will VW bei der Jagd auf den weltgrößten Autobauer Toyota Gas geben. Die Familien Piëch und Porsche blieben größter VW-Aktionär, sagte Winterkorn. Das Emirat Katar werde der dritte VW-Großaktionär neben dem Land Niedersachsen.

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