Deutlich höherer Schaden als angenommen
Ermittlungen gegen Ex-Daimler-Chrysler-Mitarbeiter

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen ehemaligen Vertriebscontroller von Daimler-Chrysler. Dabei stellte sich heraus, dass er deutlich mehr veruntreut hat als bisher angenommen.

HB STUTTGART. Der Mann soll über Drittfirmen Scheinrechnungen an den Autobauer gestellt haben, sagte eine Sprecherin der Behörde am Donnerstag und bestätige einen Bericht des „manager magazins“. Der verursachte Schaden habe sich auf rund 40 Mill. Euro belaufen. Ein Daimler-Chrysler-Sprecher bestätige den Fall ohne Einzelheiten zu nennen.

Das Ermittlungsverfahren läuft nach Angaben der Sprecherin bereits seit Ende 2005. Der Controller habe den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart zufolge mehr als 50 Mill. Euro veruntreut, berichtet das „manager magazin“ vorab am Donnerstag. Anfangs seien die Ermittler lediglich davon ausgegangen, dass er 10 Mill. bis 15 Mill Euro veruntreut habe.

Der Mann sitzt in Untersuchungshaft und ist laut „manager magazin“ mittlerweile gekündigt worden. Bei den Scheingeschäften soll es sich um IT-Aufträge gehandelt haben. Dabei seien Rechnungen gestellt worden, ohne dass eine Leistung erbracht wurde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zudem gegen weitere Beschuldigte, die aber keine Daimler-Chrysler-Beschäftigten waren.

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