Deutliche Mehreinnahmen
MTU träumt den Dreamliner-Traum

Mit Mehreinnahmen in Höhe von 300 Millionen Euro rechnet der deutsche Triebwerksbauer MTU Aero Engines durch einen Auftrag des Flugzeugherstellers Boeing für dessen neuen Dreamliner. Und auch darüber hinaus blickt das Unternehmen positiv in die Zukunft.
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HB FRANKFURT. Der Triebwerksbauer MTU Aero Engines will in der zweiten Jahreshälfte 2011 mit der Produktion der Module für das Boeing-Langstreckenflugzeug Dreamliner B787 beginnen. Daraus erhofft sich der Konzern Mehrumsätze von bis zu 300 Millionen Euro pro Jahr, wie Vorstandsvorsitzender Egon Behle der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sagte. Umsatztreiber sei aber weiterhin der Verkauf von Triebwerken vor allem für den Airbus A320 und zunehmend auch für den A380.

2011 solle das Geschäft mit Triebwerken um 15 bis 20 Prozent zulegen, sagte Behnle weiter. Das Instandsetzungsgeschäft hingegen werde nur um 5 bis 10 Prozent wachsen, die Militärsparte dürfte wegen der geplanten Haushaltskürzungen des Bundes um 10 Prozent schrumpfen. Die Regierung wolle sparen, indem sie Flugzeuge lahmlege, erklärte der MTU-Chef. Der Umsatzanteil des Militärgeschäfts sinke dadurch von heute 20 Prozent auf etwa 10 Prozent bis 2020. Der gesamte Umsatz des Konzerns solle in diesem Zeitraum auf sechs Milliarden Euro steigen. Mehr als zwei Drittel davon seien bereits heute durch Verträge gesichert.

Dass MTU aus dem Zwischenfall mit den von Rolls-Royce gebauten fehlerhaften Triebwerken für den A380 profitieren könnte, sieht Behnle indes nicht. Es sei teuer, Flugzeuge auf andere Triebwerke umzurüsten. Außerdem werde keine Fluggesellschaft neue Maschinen mit anderen Triebwerken ausstatten als den bisher bekannten. Ein solcher Schritt würde die Ausgaben für Instandhaltung nur erhöhen.

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