Deutliche Zuwächse erwartet
Duftkreateur Symrise schnuppert Höhenluft

Der neu formierte Duftstoff- und Aromenproduzent Symrise sieht sich ein Jahr nach seiner Entstehung in der internationalen Branchenspitze. Mit einem Marktanteil von 11,3 % habe das aus Dragoco und Haarmann & Reimer in Holzminden (Niedersachsen) hervorgegangene Unternehmen an vierter Stelle eine gute Ausgangslage, berichtete Symrise-Chef Horst Otto Gerberding, am Dienstag in Hamburg.

HB/dpa HAMBURG. Für das laufende Jahr erwartet er deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Zudem stellte er einen Börsengang in Aussicht. Nach dem Fusionsfahrplan sollen bis 2005 zehn der weltweit 35 Standorte geschlossen und 950 der 6158 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Die Fusion habe im Bereich Parfümerie für Neugeschäft mit prominenten Auftraggebern wie Dior, Cartier oder Hermes gesorgt, berichtete Gerberding. „Wichtig ist, dass wir in die Marken hineinkommen.“ Im Trend lägen derzeit sinnlich emotionale Düfte, ergänzte Sprecherin Katja Derow. Weiße Blüten wie Jasmin oder Hyazinthe dominierten die Damendüfte. Die Parfüms für die Herren seien wieder weicher und wärmer geworden.

Der gesamte Symrise-Bereich mit Düften, Haar- und Körperpflegeprodukten, Mundpflege, aber auch Reinigungs- und Waschmitteln kommt auf einen Umsatz von 441 Mill. €. Den größten Umsatz mit 566 Mill. € steuern die Aromen für Nahrungsmittel bei.

Der stabile Gesamtumsatz von 1,25 Mrd. €, der währungsbereinigt 2002 um 3,2 % stieg, soll in diesem Jahr einstellig wachsen, das Betriebsergebnis zweistellig zulegen. „Wir schreiben dick schwarze Zahlen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Symrise GmbH & Co. KG, Gerberding, zum Ergebnis, ohne genauere Angaben zu machen. Von 2005 an sollen die Synergieeffekte der Fusion mit 70 Mill. € jährlich zum Tragen kommen.

Als Zwischenschritt sollen bis Ende des Jahres 684 Stellen über Altersteilzeit oder Fluktuation eingespart sein, davon 150 in Deutschland. Im Ausland werden bis Ende 2003 doppelte Standorte aufgelöst und Immobilien verkauft. Lediglich in Holzminden und in Singapur, dem Symrise-Zentrum für den asiatisch-pazifischen Raum, bleiben jeweils zwei Produktionsstätten erhalten.

Im Juli 2002 hatten die Familienfirma Dragoco und die Bayer-Tochter Haarmann & Reimer ihre Fusion bekannt gegeben. Großaktionär (75,9 %) ist die schwedische Investorengruppe EQT, hinter der die Wallenberg-Familie steht. Gerberding ist mit 22 % beteiligt. Den Rest besitzt die NordLB.

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