Deutlicher Gewinnanstieg
Merck erhöht Prognose

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck gab für das zweite Quartal dank hoher Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf der Laborsparte VWR einen deutlichen Gewinnanstieg bekannt und erhöhte seine Prognosen für das Gesamtjahr.

HB DARMSTADT. Angetrieben von einem robusten Geschäft mit Flüssigkristallen hat die Pharma- und Spezialchemiegruppe Merck den Überschuss im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Der Geschäftsbereich Chemie habe sein operatives Ergebnis in der Periode April bis Juni um 60 % auf 124 Mill. € gesteigert. Hierzu hätten alle vier Geschäftseinheiten solide beigetragen, wobei das Flüssigkristallgeschäft herausgeragt habe. Die Umsatzrendite des Chemiebereichs sei damit auf 24,7 % von 19,0 % im Vorjahr geklettert.

Zudem erzielte Merck Sondererträge in Höhe von 340 Mill. € aus dem Verkauf der Laborsparte VWR und der Biomet-Beteilung. Das Ergebnis nach Steuern und Fremdanteilen sei von 81,1 Mill. auf 362,6 Mill. € gestiegen, teilte das MDax-Unternehmen am Dienstag in Darmstadt mit.

Merck hob seine Prognose für 2004 an und erwartet nun ein Plus beim Nachsteuerergebnis von mindestens 150 % im Vergleich zu 2003. Die Umsatzerlöse kletterten im ersten Quartal ohne VWR um 9 % auf 1,365 Mrd. €.

In der Pharmasparte verzeichnete das Unternehmen im zweiten Quartal einen Einbruch des operativen Ergebnisses um 41 % auf 64 Mill. €. Abflauende Ergebnisbeiträge aus der Glucophage-Vertriebskooperation mit Bristol-Myers Squibb sowie sinkende Omeprazol-Lizenzzahlungen von Schwarz Pharma seien dafür verantwortlich gewesen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Dem hätten Sondererträge von 47 Mill. € aus dem Verkauf von Biomet-Merck gegenübergestanden. Damit sei die Umsatzrendite auf 7,4 % gesunken, verglichen mit 12,8 % im Vorjahreszeitraum.

Konzernübergreifend sei die Umsatzrendite damit auf 12,9 % von 13,8 % gesunken. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital habe sich hingegen auf 14,5 % von 13,8 % verbessert.

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