Deutlicher Umsatzrückgang verbucht
Koenig & Bauer steckt tief in den roten Zahlen

Der weltweit drittgrößte Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer erwartet 2003 angesichts eines Preisverfalls, negativer Wechselkurseffekte und erheblicher Restrukturierungsaufwendungen einen „deutlich zweistelligen“ Jahresfehlbetrag. Zudem wurde in den ersten neun Monaten des Jahres wegen der Krise an den Werbemärkten einen deutlichen Umsatzrückgang verbucht. Allerdings stieg der Auftragseingang im dritten Quartal erstmals wieder seit zweieinhalb Jahren.

HB WÜRZBURG. Der Vorsteuerverlust belaufe sich in den Monaten Januar bis September auf 40,9 Mill. € nach einem Plus von 35,7 Mill. € im Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen am Freitag in Würzburg mit. Der Periodenverlust betrage 26,2 (Vorjahr: plus 20,5) Mill. €. Der Umsatz verringerte sich auf 808,8 Mill. € von 993,8 Mill. €. Für das Gesamtjahr bekräftigte KBA das angestrebte Umsatzziel von gut 1,2 Mrd. €. Der Jahresfehlbetrag werde im deutlich zweistelligen Bereich liegen. 2004 sei aber wieder mit einer wesentlich besseren Umsatz- und Ertragsentwicklung zu rechnen, hieß es ohne nähere Angaben.

Im Bereich Bogenoffsetmaschinen habe sich der Auftragseingang um 13,2 % auf 482,2 Mill. € erhöht. Der Umsatz sei in den ersten neun Monaten dennoch auf 422,5 (Vorjahr: 448,2) Mill. € zurückgegangen.

Im Problembereich Rollen- und Sondermaschinen, der seit zweieinhalb Jahren unter dem Investitionsrückgang der Verlagshäuser leidet, habe der Auftragseingang um sieben Prozent auf 372,1 Mill. € zugelegt. Der Umsatz sei hingegen um fast 30 % auf 386,3 Mill. € eingebrochen.

Koenig & Bauer hatte Ende September angekündigt, fast 500 seiner über 7700 Arbeitsplätze streichen. Das Unternehmen leidet wie die Konkurrenten Heidelberger Druck und MAN Roland seit längerem unter der Krise bei den Verlagshäusern wegen sinkender Werbeumsätze. Die für die Druckindustrie wichtige Kundschaft hat ihre Bestellungen drastisch zurückgefahren.

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