Deutlicher Zuwachs in den USA: BMW startet schwungvoll ins neue Jahr

Deutlicher Zuwachs in den USA
BMW startet schwungvoll ins neue Jahr

Unter anderem dank starker Nachfrage in Deutschland und den USA ist BMW mit einem Absatzplus von zehn Prozent ins neue Jahr gestartet. Allerdings geht der deutliche Anstieg im Januar auch auf einen rechnerischen Effekt zurück, denn die Vergleichszahlen des Vorjahresmonats waren wegen eines Produktionsausfalls außergewöhnlich niedrig.

HB MÜNCHEN. „Auch für das Jahr 2005 haben wir uns hohe Ziele gesetzt“, erklärte BMW-Vertriebschef Michael Ganal am Montag in München. „Mit der Größenordnung, die wir im Januar vorgelegt haben, ist uns ein guter Start gelungen.“ Für 2005 hat der Münchner Autobauer bereits ein konzernweites Absatzplus von sechs bis neun Prozent in Aussicht gestellt. Offen ist bislang, wie sich angesichts der hohen Rohstoffpreise und des schwachen Dollar der Gewinn entwickeln soll. Im vergangenen Jahr hatte BMW nach eigenen Angaben einen Rekordgewinn erwirtschaftet.

Im Januar verkauften die Münchner konzernweit 81 804 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce nach 74 399 Einheiten vor Jahresfrist. Allerdings war es Anfang vergangenen Jahres zu Produktionsunterbrechungen im Stammwerk München gekommen, die zu einem Absatzminus von gut sieben Prozent im Januar 2004 geführt hatten. Folglich fiel die Zuwachsrate im Januar 2005 umso größer aus.

Die BMW-Aktie legte in einem insgesamt festeren Markt um 0,4 % auf 33,01 € zu.

„Gemessen am Wachstum liegen die USA mit einem Plus von 22,5 % auf 19 764 verkaufte Automobile in der Spitzengruppe“, teilte BMW mit. Nordamerika ist mittlerweile der wichtigste Markt der Münchner. Auch in Deutschland, wo die Branche insgesamt nach wie vor nicht in Fahrt kommt, konnte BMW deutliche Zuwächse verbuchen. Hier wies der Konzern einen Anstieg der Verkäufe um 10,5 % auf 17 969 Einheiten aus. In Lateinamerika scheine das Fahrzeuggeschäft die Talsohle durchschritten zu haben, hieß es zudem.

Von der Kernmarke BMW verkaufte der Autobauer im Januar weltweit 64 785 (Vorjahreszeitraum: 59 162) Automobile. Allein der im September gestartete 1er wurde mehr als 9400 Mal ausgeliefert. Der Kleinwagen Mini steigerte seinen Absatz um 11,9 % auf 16 987 Fahrzeuge.

Auch wenn man berücksichtigt, dass BMW von der niedrigeren Vergleichsbasis im Januar profitierte, schnitten die Münchner besser ab als der Stuttgarter Konkurrent Mercedes. Die Mercedes Car Group, die auch den Kleinwagen Smart sowie die Luxus-Karosse Maybach umfasst, verbuchte im vergangenen Monat einen Absatzrückgang um gut sechs Prozent auf 71 900 Fahrzeuge. Hier wirkten sich dem Unternehmen zufolge zum einen Modellwechsel bei mehreren Mercedes-Baureihen aus. Hinzu kamen die Qualitätsmängel bei einer von Bosch gelieferten Diesel-Einspritzpumpe, die zu Verzögerungen bei der Auslieferung führten.

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