Deutliches Gewinnplus
Pantoprazol lässt Altana-Kassen klingeln

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Altana hat unter anderem dank einer anhaltend starken Nachfrage nach seinem Magenmittel Pantoprazol seinen Gewinn im ersten Quartal kräftig gesteigert. Die Geschäftszahlen lagen über den Erwartungen der Analysten.

HB FRANKFURT. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe um 23 Prozent auf 185 Mill. Euro zugelegt, teilte Altana am Donnerstag in Bad Homburg mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebit von 177 Mill. Euro gerechnet. Der Konzernumsatz erhöhte sich binnen Jahresfrist um 28 Prozent auf 948 Mill. Euro. Der Konzerngewinn kletterte um 25 Prozent auf 118 Mill. Euro.

Für das Gesamtjahr stellte das Management wie bisher einen 20-prozentigen Anstieg des Konzernumsatzes auf rund 4 Mrd. Euro in Aussicht. Der Gewinn vor Steuern solle um etwa acht bis zehn Prozent über Vorjahresniveau liegen. „Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal bestätigt eindrucksvoll, dass sich Altana auch 2006 auf dem Weg zu einem weiteren Rekordjahr befindet, dem elften in Folge“, erklärte Vorstandschef Nikolaus Schweickart.

Die Erlöse im Pharma-Bereich legten im Auftaktquartal um 17 Prozent auf 624 Mill. Euro zu. Alleine der weltweite Umsatz einschließlich aller Vertriebspartner mit dem lukrativen Magenmittel Pantoprazol lag bei 765 Mill. Euro, ein Plus von 22 Prozent. Allerdings lagen die Umsätze in Deutschland auf Grund der Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen um 13 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im Chemiegeschäft konnte Altana vor allem dank der Übernahme des Spezialchemieunternehmens Eckart seinen Umsatz um 56 Prozent auf 324 Mill. Euro steigern.

Vom Gesamtumsatz seien 789 Mill. Euro außerhalb Deutschlands erzielt worden, teilte Altana weiter mit. Dies entspreche einem Auslandsanteil von 83 Prozent. Der Inlandsumsatz habe sich um 14 Prozent auf 159 Mill. Euro erhöht. Im europäischen Ausland betrug der Zuwachs laut Angaben 16 Prozent und lag bei 306 Mill. Euro. Ebenfalls zweistellig (+43 Prozent) sei der Umsatz in Nordamerika gewachsen, der Wert habe sich auf 278 Mill. Euro belaufen. In Asien habe sich die gute Entwicklung mit einem Plus von 37 Prozent auf 92 Mill. Euro fortgesetzt.

Altana will sich künftig auf die kleinere Sparte Spezialchemie konzentrieren und sie bis zum Spätherbst börsenreif machen. Für die Pharmasparte, die wesentlich vom Magenmittel Pantoprazol abhängt, sucht der Konzern einen strategischen Partner, auch ein kompletter Verkauf des Bereichs wird nicht ausgeschlossen. Der Prozess der langfristigen Weiterentwicklung der beiden Unternehmensbereich laufe, erklärte Altana. „Wir streben an, beide Prozesse in diesem Jahr umzusetzen und werden zu gegebener Zeit informieren“, hieß es.

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