Deutsche Bahn
Güterbahn bremst im Ausland

Die Expansion der Deutschen Bahn in den europäischen Schienengüterverkehrsmärkten wird durch den anhaltenden, dramatischen Niedergang des internationalen Transport- und Logistikgeschäfts unsanft gebremst.

DÜSSELDORF. Nach der Einführung von Kurzarbeit bei der Güterbahn in Deutschland muss die Sparte im Ausland sogar Personal abbauen. Betroffen sind zunächst die englische Güterbahn EWS und die Tochter Railion Nederland. Gleichwohl formiert sich der Güterverkehr auf Schienen neu und tritt künftig national wie international als DB Schenker Rail an.

Unter dem neuen Namen präsentieren sich die bisher als Railion-Gruppe firmierenden Schienentransporteure in Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Italien und der Schweiz sowie die vor zwei Jahren erworbene Güterbahn English Welsh & Scottish Railway (EWS), die spanische Transfesa und die Beteiligung an der italienischen Gesellschaft Nordcargo. Auch die im Januar erworbene PCC Logistics in Polen werde nach Abschluss des Deals einbezogen, sagte Transport- und Logistik-Vorstand Norbert Bensel dem Handelsblatt. Mit der neuen Struktur wolle der Bahn-Konzern auf den anhaltenden Konsolidierungsdruck im europäischen Wettbewerb reagieren.

Mit 36 000 Mitarbeitern, 120 000 Güterwagen und 3 900 Lokomotiven verfüge DB Schenker Rail über den größten Schienenfuhrpark auf dem europäischen Kontinent. Die Lage sei derzeit aber "ganz schwierig", betonte Bensel. Nach wie vor seien 35 000 Waggons abgestellt. Die bahntypischen Transportzweige Montan, Container und Automobile lägen im Umsatz bis zu einem Viertel gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum im Minus. Das zentrale Thema heiße deshalb überall: "Kosten, Kosten, Kosten".

So wird im von der Krise schon stärker gebeutelten Großbritannien bei EWS jeder zehnte der 5 000 Beschäftigten seinen Job verlieren. Auch in den Niederlanden, wo die Gründung der Railion Nederland schon vor Jahren der erste Schritt der Deutschen Bahn ins Ausland war, laufen derzeit mit Gewerkschaften und Betriebsräten Verhandlungen über Personalabbau.

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