Deutsche Bahn
Zwischen mehr Kundenservice und Verspätungen

Während die Deutsche Bahn mit einer exakten Sitzplatzreservierung ihren Service ausbauen will, fällt eine Analyse zum Fernverkehr schlecht aus: Auf wichtigen ICE-Trassen kommt es demnach häufiger zu Verspätungen.
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Berlin/DüsseldorfKunden der Deutschen Bahn sollen ihren Sitzplatz im Zug bei einer Reservierung künftig exakt wählen können. „Wir planen, dass Bahnreisende möglichst noch in diesem Jahr ihren Wunsch-Sitzplatz über das Internet reservieren können“, sagte der Chef des Onlinevertriebs der Bahn, Mathias Hüske, dem Magazin „Wirtschaftswoche“ laut einem Vorabbericht vom Samstag. Bislang können Kunden bei der Bahn grobe Wünsche äußern: Großraum mit und ohne Tisch oder Abteil, Handy- oder Ruhezone, Fenster oder Gang.

Wer seinen Platz im Internet reserviert, soll künftig stattdessen den exakten Platz auswählen können. Damit könnten Kunden etwa einen Platz in Fahrtrichtung wählen oder entscheiden, ob sie nahe an den Türen oder lieber in der Mitte des Wagens sitzen wollen. Ob diese genaue Platzwahl auch an Fahrkartenautomaten möglich sein wird, konnte ein Sprecher der Bahn auf Anfrage zunächst nicht sagen. Probleme bereiten dem Unternehmen laut „Wirtschaftswoche“ derzeit noch die verschiedenen Zugtypen, deren Innenausstattung sehr unterschiedlich sei.

Weniger gute Nachrichten gibt es indessen in Sachen Pünktlichkeit: Auf wichtigen ICE-Trassen in Deutschland kommt es einem Medienbericht zufolge häufiger zu Verspätungen der Bahn als sonst im Fernverkehr auf Schienen. Immer wieder zu spät kommen die weißen Schnellzüge demnach auf den ICE-Haupttrassen Würzburg-Hannover, Berlin-Hamburg, Frankfurt-Köln sowie auf Strecken rund um den Knotenpunkt Hannover. Das hat eine vom Nachrichtenportal der Süddeutschen Zeitung, Süddeutsche.de, in Auftrag gegebene Analyse ergeben. Grundlage waren dem Bericht zufolge Angaben der Bahn. Probleme mit der Pünktlichkeit soll es zunehmend auch auf Schnellstrecken in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern geben.

Seit mehr als fünf Monaten sind die offiziellen Verspätungsangaben für Fernzüge auf der Internet-Seite der Bahn in einer umfangreichen Datenbank protokolliert. Unter der Internetadresse zugmonitor.sz.de sind die mitgeschnittenen Fahrten interaktiv in Echtzeit und in der Retrospektive nachzuvollziehen, inklusive Verspätungsursachen und -dauer. Auch einzelne Züge und Bahnhöfe lassen sich herausfiltern, die Rohdaten werden öffentlich zur Verfügung gestellt. Die aktuelle Auswertung der Bahn-eigenen Angaben bezieht sich auf einen Zeitraum von Anfang Oktober 2011 bis Anfang März 2012.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Die Bahn kommt sicherlich an die Leistungsgrenze des Schienennetzes. Da wird zwei Folgen haben. Die Preise der Bahn werden weiter steigen, weil das Angebot die Nachfrage übersteigt. Zum anderen werden die neuen Fernbuslinien, Mitfahrgelegenheiten und Sammeltaxifahrten wie die der Haus Taxi UG profitieren, weil diese die billigeren Marktsegmente abdecken.

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