Deutsche Beteiligungs AG übernimmt Babcock-Service
Sanierung des Babcock-Konzerns abgeschlossen

Die Deutsche Beteiligungs AG hat die Service-Sparte des insolventen Maschinenbaukonzerns Babcock Borsig mit 2100 Mitarbeitern übernommen.

HB/dpa OBERHAUSEN/FRANKFURT. Der Vertrag sei am Wochenende notariell beglaubigt worden, teilten beide Unternehmen am Montag mit. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Die Kartellbehörden müssen dem Verkauf noch zustimmen.

Damit ist die Sanierung des Konzerns gut ein Jahr nach der Insolvenz abgeschlossen. Die Babcock Borsig Power Service GmbH (BBPS) ist mit einem Jahresumsatz von 400 Mill. € die größte Sparte des insolventen Oberhausener Konzerns. Die Umweltsparte war bereits von der italienischen Fisia und der Kraftwerksbau von dem japanischen Konzern Babcock Hitachi übernommen worden.

„Die Service-Gruppe soll ihren Marktanteil in Deutschland und vor allem in Osteuropa erhöhen und wird die regionale Kundenbindung verstärken“, kündigte Torsten Grede, Vorstand der Frankfurter Beteiligungsgesellschaft an. Zudem erwarte die BBPS wegen ihrer traditionell guten Marktstellung in der Golf-Region aus dem dort wachsenden Energiebedarf ein gutes Geschäft. Vom Essener Energiekonzern RWE hat BBPS unterdessen einen Auftrag von 3,2 Mill. € zur Sanierung von zwei Kraftwerksblöcken erhalten.

„Mit dem Verkauf der BBPS ist die Sanierung des Kernbereichs des ehemaligen Babcock Borsigs Konzerns erfolgreich abgeschlossen“, erklärte Insolvenzverwalter Helmut Schmitz. Nun gehe es an die Sanierung weiterer Gesellschaften wie der Leverkusener Pipe-Tec-Gruppe und der Fertigung in Oberhausen. Mittelfristig werde der Verkauf der Aachener Schumag AG angestrebt.

Babcock hatte im Juli vergangenen Jahres nach 111 Jahren Firmengeschichte Insolvenz anmelden müssen. Anschließend wurde das Unternehmen in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung geführt. Von den weltweit 21 000 Arbeitsplätzen konnten durch Verkauf und Sanierung rund 18 000 erhalten werden.

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