Deutsche Bieter im Vorteil bei Bremer Rüstungselektronikfirma
BAE Systems hat viele Interessenten für Atlas Elektronik

Der Rüstungskonzern BAE Systems will beim Verkauf seiner Bremer Tochter Atlas Elektronik die deutschen Interessen berücksichtigen.

dih/hst/mjh LONDON. BAE habe mit der Bundesregierung gesprochen und verstehe die Bedeutung der Rüstungselektronikfirma für den deutschen Marineschiffbau, sagte ein Sprecher des britischen Unternehmens dem Handelsblatt. Damit scheinen im Übernahmekampf die deutschen Interessenten die besten Karten zu haben.

BAE setzt mit dem Verkauf von Atlas Elektronik den Umbau zu einem britisch-amerikanischen Rüstungsanbieter fort. Eine Transaktion wird jedoch erst in einigen Monaten erwartet. Das Bremer Unternehmen stellt Elektronik für U-Boote und Schiffe, Minenjagdsysteme und maritime Verkehrsleitsysteme her. Es setzt rund 300 Millionen Euro im Jahr um.

Die deutschen Werften seien die Hauptkunden für Atlas Elektronik, vor allem Thyssen-Krupp nach dem Kauf des U-Boot-Bauers HDW, sagte der BAE-Sprecher. Deutschland habe seine Werftenindustrie sehr effektiv konsolidiert und BAE komme es vor allem darauf an, die Lieferbeziehungen von Atlas Elektronik zu bewahren. Das sei dem Konzern letztlich wichtiger, als den Verkaufspreis zu maximieren. Nach Angaben aus Industriekreisen peilt BAE einen Preis in der Nähe des Jahresumsatzes an. Branchenkenner halten jedoch einen niedrigeren Betrag für angemessen, weil Atlas umstrukturiert werden müsse.

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