Deutsche Branchenverband spricht mit Blick auf vergangene Monate von Waschbrett-Konjunktur
Europas Chemiekonzerne hinken US-Wettbewerbern hinterher

Dow Chemical verbucht einen Ergebnissprung. Für Ciba ist dagegen der Aufschwung noch nicht in Sicht.

ant FRANKFURT/M. In den USA verdichten sich die Anzeichen für eine Belebung der Chemie-Konjunktur, doch die europäischen Konzerne bleiben noch skeptisch. Während US-Branchenprimus Dow Chemical gestern Umsatzzuwächse und einen Ergebnissprung für das dritte Quartal bekannt gab, sieht der Baseler Ciba-Konzern trotz einer Belebung im September noch keine Anzeichen für einen anhaltenden Aufschwung. Auch der weltweit führende BASF-Konzern und die aus den Chemie-Aktivitäten des früheren Hoechst-Konzerns hervorgegangene Celanese AG hatten sich zuletzt vorsichtig über die konjukturellen Aussichten für die kommenden Monate geäußert.

Dow Chemical verzeichnete im dritten Vierteljahr nach eigenen Angaben sowohl bei den Mengen als auch beim Preis in allen Märkten und Segmenten eine positive Entwicklung. Unter dem Strich seien die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 % auf 8 Mrd. $ gestiegen. Am besten hätten sich die Preise in Asien und in Lateinamerika entwickelt. Beim Mengenwachstum habe der asiatische Wirtschaftsraum mit zweistelligen Zuwachsraten vorne gelegen. Am Vortag hatte der zweitgrößte US-Chemiekonzern, Dupont, den Umsatzanstieg im dritten Quartal mit 11 % beziffert. Die Analysten von Merrill Lynch empfehlen die bislang mit „neutral“ bewertete Aktie seit gestern zum Kauf.

Während Dupont wegen milliardenschweren Rückstellungen für Restrukturierungen im Zusammenhang mit dem Verkauf seiner Fasersparte jedoch einen Verlust von 873 Mill. $ auswies, legte Dow Chemical auch beim Ergebnis deutlich zu. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, stieg das Nettoergebnis von 128 Mill. $ auf 332 Mill. $. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich damit von 14 auf auf 36 Cent.

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