Deutsche Büros durchsucht
Steuerfahnder statten Pfizer einen Besuch ab

Wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Umsatzsteuer haben Fahnder die Räumlichkeiten der Deutschland-Tochter des US-Pharmariesen Pfizer durchsucht. Weitergehende Einzelheiten sind nur wenige bekannt.

HB FRANKFURT. Seit dem 10. Oktober sei die Steuerfahndung der Landesfinanzbehörde Baden-Württemberg in den Pfizer-Standorten Karlsruhe und Freiburg tätig, teilte Pfizer mit. „Unterlagen wurden beschlagnahmt“, sagte eine Pfizer-Sprecherin. Anlass dazu sei ein laufendes Verfahren, wobei es um die Umsatzsteuer gehe. Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete am Freitag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, die Behörde stehe noch ganz am Anfang. Das Verfahren habe zudem keine hohe Verdachtsstufe.

Bei Pfizer in Karlsruhe hieß es weiter, das Unternehmen kooperiere voll mit der Behörde. Der Arzneimittelhersteller sei daran interessiert, dass die Sache schnellstmöglich aufgeklärt werde. Weitere Einzelheiten könne Pfizer nicht nennen, da es sich um ein schwebendes Verfahren handele. Pfizer gehe aber davon aus, das die Ergebnisse zeigen würden, dass der Verdacht unbegründet sei.

Pfizer ist der weltgrößte Arzneimittelhersteller. In Deutschland ist Pfizer an fünf Standorten präsent: in Karlsruhe, in Feucht bei Nürnberg, in Freiburg sowie in Illertissen und in Frankfurt-Höchst. Der US-Konzern ist unter anderem Hersteller des Potenzmittels Viagra und des Blutfettsenkers Lipitor, der in Deutschland als Sortis bekannt ist. Lipitor ist das weltweit umsatzstärkste Medikament mit Erlösen von 11,6 Mrd. Dollar im Zwölfmonatszeitraum bis Juli.

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