Deutsche Chemieindustrie
Chemie: Starke Präsenz außerhalb Deutschlands

Die deutsche Chemieindustrie profitiert von der weltweiten Öffnung der Märkte. Die ausländischen Tochtergesellschaften sind fast schon so groß wie die Chemieindustrie in Deutschland insgesamt, gemessen am Umsatz und der Zahl der Beschäftigten. Der Branche geht es besser denn je.

FRANKFURT. Über 80 Prozent ihres Umsatzes macht die deutsche Chemie mit Kunden in Deutschland und Europa. Damit halten die deutschen Chemieunternehmen ihren Weltmarktanteil stabil bei 13 Prozent. Vor diesem Hintergrund relativieren sich die Probleme mit dem schwachen Dollar. Sie sind gleichwohl aber keine "Peanuts“.

Für die Ludwigshafener BASF bedeutet jeder Cent, den der Euro zum Dollar steigt, 250 Mill. Euro weniger Umsatz und 40 Mill. Euro weniger Betriebsgewinn. BASF -Chef Jürgen Hambrecht nennt diese Zahlen als Daumenregel. Das muss BASF aber wohl auch angesichts der Vorteile, die die weltweite Expansion in den vergangenen Jahren mit sich gebracht hat, billigend in Kauf nehmen.

Weil sich schon in früheren Jahren Deutschlands Großchemie von den Währungsmärkten unabhängiger machen wollte, folgte sie mit ihrer Produktion ihren Kunden. BASF produziere dort, wo die Produkte auch verkauft werden, sagt Hambrecht. Deshalb will sich BASF beispielsweise nicht am Aufbau von Produktionskapazitäten für Basis-Kunststoffe im Nahen Osten beteiligen, obwohl dort derzeit an den Rohstoff-Quellen kräftig investiert wird. "Wir sind in diesen Märkten nicht tätig“, winkt Hambrecht ab.

Daneben hat BASF schon früh Richtlinien für Kurssicherungsmaßnahmen, Geldanlagen und den Einsatz derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung gegen Preis- und Marktrisiken eingeführt.

Doch bei aller Vorsicht mussten sich die Ludwigshafener von den Anfang des Jahres gemachten Annahmen für die Geschäftsplanung schnell verabschieden. Sie sahen für 2007 Ölpreise um 55 US-Dollar pro Barrel im Jahresdurchschnitt mit einer eher fallenden Tendenz in den Folgejahren voraus. In den Planungen wurde zudem mit einem US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,30 US-Dollar gerechnet.

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