Die deutschen Zulieferer profitieren unmittelbar vom Trend zum Ultra-Low-Cost-Car. Bosch, Continental und BASF steuern Teile zu Tatas Nano bei. Etwa zehn Prozent Lieferanteil komme von Bosch, teilte der weltgrößte Automobilzulieferer mit. Benzin- und Diesel-Einspritztechnik, Bremssysteme und Elektronik würden weitgehend vor Ort hergestellt. Die indische Bosch-Tochter ist börsennotiert, beschäftigt 16 500 Mitarbeiter auf dem Sub-Kontinent und machte im vergangenen Jahr 815 Mill. Euro Umsatz. Die Deutschen wollen bis 2010 eine halbe Mrd. Euro investiert haben. Bosch setzt nicht zuletzt auf umweltfreundliche Technologie. Bis 2010 sehen die indischen Gesetze mit Euro 4 vergleichbare Abgasnormen vor.
Auch der nach der Übernahme von VDO weltweit fünftgrößte Zulieferer Continental rechnet sich Chancen aus. Die Niedersachsen liefern für den Nano ebenfalls Kraftstoff-Einspritzpumpen und den Sensor für die Treibstoffanzeige. Tata bezieht bei Conti zudem Displays und Getriebsensoren. Weitere Entwicklungsprojekte seien in Arbeit, sagt ein Conti-Sprecher. Im Sommer soll ein neues Werk inklusive Forschungszentrum im indischen Bangalore den Betrieb aufnehmen. Laut VDA beschäftigen allein zehn große deutsche Zulieferer in Indien mehr als 25 000 Mitarbeiter und machen einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro.
Der Wachstumsschub hält an. Die deutschen Zulieferer konnten ihre Ausfuhr nach Indien in den ersten neun Monaten 2007 gegenüber dem Vorjahr mit 154 Mill. Euro um mehr als die Hälfte steigern. Für das Gesamtjahr 2007 rechnet der VDA mit einem Exportvolumen von mehr als 200 Mill. Euro.
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