Deutsche GM-Tochter
Sparkurs bei Opel zeigt erste Wirkung

General Motors reduziert die Verluste im Europageschäft. Opel und Vauxhall machen zwar immer noch Millionenverluste, doch die Wende scheint eingeleitet. Hoffnung machen vor allem die Verkäufe in der Türkei und Russland.
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Detroit/Hamburg/RüsselsheimDer Sparkurs bei Opel zeigt erste Wirkung: Der Mutterkonzern General Motors dämmte den Verlust im kränkelnden Europageschäft zu Jahresbeginn auf 175 Millionen Dollar ein, fast halb so viel wie vor einem Jahr. Konzernchef Dan Akerson begründete dies am Donnerstag bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für das erste Quartal in Detroit mit Einsparungen und neuen Fahrzeugmodellen. „Wir sehen Fortschritte in Europa“, sagte er. Finanzvorstand Dan Ammann betonte allerdings, es sei noch zu früh, von einer Talsohle zu sprechen.

Erfolge bei der Sanierung von Opel sind für die Konzernführung wichtig, damit die Eigner nicht die Geduld verlieren. General Motors hatte unter anderem die Belegschaft - nicht nur bei Opel - reduziert. Ende März arbeiteten in Europa noch rund 36.000 Menschen für das Unternehmen und damit 1000 weniger als drei Monate zuvor. Binnen eines Jahres schrumpfte die Mitarbeiterzahl um 3000.

In der Vergangenheit hatten wiederholt Verkaufsgerüchte um Opel die Runde gemacht, die GM immer wieder dementierte. Opel schreibt seit vielen Jahren rote Zahlen. Als Gründe gelten neben mehreren vergeblichen Sanierungsversuchen die jahrelange Unsicherheit über die Zukunft der Marke.

Opel selbst sprach nun von ersten Erfolgen. Das abgelaufene Quartal sei „ein erstes klares Indiz, dass unsere Produktoffensive sowie unsere internen Effizienzverbesserungen Wirkung zeigen“, sagte ein Opel-Sprecher. Erst Anfang April hatte GM angekündigt, vier Milliarden Euro in das Europa-Geschäft zu investieren, um die Rüsselsheimer Marke mit dem Blitz auf Kurs zu bringen.

Der neue Vorstandsvorsitzende der Adam Opel AG, Karl-Thomas Neumann, sieht sich in der Hoffnung bestätigt, den Geschmack der Kunden mit neuen Modellen zu treffen - dem kleinen Cityflitzer Adam, dem kompakten SUV Mokka oder dem Cabriolet Cascada. Lange Zeit hatte Opel diese wachsenden Segmente kampflos der Konkurrenz überlassen.

Auch interne Effizienzverbesserungen zeigten Wirkung, erklärte Neumann in einer Botschaft an die Mitarbeiter: „Wir haben es geschafft, den negativen Trend bei den Quartalszahlen des Vorjahres umzukehren. Aber wir haben noch einen langen Weg vor uns.“ Er sprach von einem „äußerst schwierigen europäischen Markt, für den wir auch im Verlauf des Jahres keine wesentliche Erholung erwarten.“

Die Wende ist also allenfalls eingeleitet. Opel stoppte in den ersten drei Monaten zwar die Talfahrt – der Marktanteil in der EU legte von Januar bis März binnen Jahresfrist um 0,1 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent zu. Im Vergleich zum Schlussquartal 2012 kletterten die Auslieferungen in Europa allerdings nur marginal um 1000 Stück auf 373.000 Einheiten.

Viel hängt davon ab, wie lange die Misere auf dem europäischen Automarkt anhält, auf den sich Opel nach wie vor konzentriert. Einige Automanager halten für möglich, dass die Verkaufszahlen in Europa wegen der ungelösten Schuldenkrise noch auf Jahre auf einem Tiefpunkt verharren werden, bevor eine langsame Erholung einsetzt.

Die Konzernmutter erlaubt ihrer Europa-Tochter inzwischen zwar Exporte in andere Regionen, doch sind die Stückzahlen noch gering. Inzwischen zeichnet sich allerdings auch hier Besserung ab: In der Türkei und Russland steigerten Opel und Vauxhall zusammen die Auslieferungen in den ersten drei Monaten um 28,4 beziehungsweise 14,8 Prozent.

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GM-Marken sollen bis 2015 Gewinne in Europa einfahren

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  • Wende? Verfolge ich die Medien richtig, hat GM verboten Opel außerhalb Deutschlands zu verkaufen! Wieso sind die Manager daher noch nicht lebenslang in Haft bei Einziehung sämtlicher Vermögenswerte der Familien, Verwandte und Bekannte?

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