Deutsche Hersteller könnten profitieren
Kaliforniens Umweltpolitik alarmiert US-Autobranche

In Kalifornien soll der Benzinverbrauch durch neue Abgasnormen gedrückt werden. Die US-Automobilbranche ist in großer Aufruhr und kündigte ihren massiven Widerstand an. Deutsche Hersteller könnten von den strengeren Abgasvorschriften für Kraftfahrzeuge profitieren.

HB/je PORTLAND. Per Gesetz will Kalifornien seine Autofahrer zwingen, den Ausstoß von Kohlendioxid drastisch zu verringern. Weil dies jedoch ausschließlich mit verbrauchsärmeren Motoren zu schaffen ist, wie Experten berichten, könnte der Vorstoß des bevölkerungsreichsten Bundesstaates den gesamten Fahrzeugmarkt der USA durcheinander wirbeln.

Kaliforniens Umweltschutzbehörde Air Resources Board (ARB) wird voraussichtlich in dieser Woche einen Verordnungsentwurf vorlegen, der sich an dem bereits zwei Jahre alten Gesetz zur Verringerung der Emission von Treibhausgasen orientiert. Zum ersten Mal sollen darin Kohlendioxid-Emissionen von Kraftfahrzeugen als Schadstoffe erfasst und die Reduzierung um fast ein Drittel über zehn Jahre vorgeschrieben werden.

Weil die US-Autohersteller fürchten, dass große Teile der USA den Verordnungen des wirtschaftlich bedeutendsten Bundesstaates folgen werden, kündigt die Branche erbitterten Widerstand an. Der größte Automarkt der USA ist mit seinen harten Umweltauflagen bereits jetzt der Schrittmacher für vier Ostküsten- Staaten, darunter New York. Weitere Bundesstaaten und Kanada zeigen Interesse an der jüngsten Initiative. Zusammen repräsentieren sie etwa ein Viertel des nordamerikanischen PKW-Marktes. „Die Branche versucht, eine möglichst starke Position für das Pokerspiel um die endgültige Fassung der Bestimmungen aufzubauen“, sagt Jesse Toprak vom Auto-Informationsdienst Edmunds.com in Santa Monica.

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