Deutsche Lösung
Neue Spekulationen über Airbus-Werke

Im Verkaufspoker um die Airbus -Werke gibt es neue Spekulationen über eine deutsche Lösung. Nach Medienberichten planen der Bund und das Land Niedersachsen ein Bündnis. Angeblich sollen die Weichen für die Zukunft der Airbus -Werke Ende November in Toulouse gestellt werden.

HB OLDENBURG. So soll sich im Tauziehen um die niedersächsischen Werke in Varel und Nordenham sowie den Standort Augsburg eine finanzielle Unterstützung des Bremer Kaufinteressenten OHB/MT Aerospace gegen den US-Bieter Spirit Aerosystems abzeichnen, berichtet die "Nordwest-Zeitung“. Aus dem Bundeswirtschaftsministerium hieß es dazu am Samstag in Berlin nur, die Frage der Werksverkäufe liege allein in den Händen des Unternehmens. Eine Sprecherin verwies auf die mehrfach geäußerte Position des Koordinators für Luft- und Raumfahrt, Peter Hintze (CDU), dass die Werke mit ihren hochwertigen Arbeitsplätzen in Deutschland erhalten bleiben sollten.

Nach Informationen Zeitung sind für die Rückendeckung von OHB die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die dem Land Niedersachsen nahestehende NordLB (Hannover) sowie weitere ungenannte private Geldgeber gewonnen worden. Aus Parlamentskreisen verlaute, die Einigung stehe "zu 99 Prozent“, heißt es in dem Bericht. Die niedersächsische Landesregierung habe eine Beteiligung der NordLB indes nicht bestätigen wollen. Bei OHB war am Samstag zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Als entscheidender Tag gilt der Zeitung zufolge der 26. November. Um diesen Termin herum werde man aus der Airbus -Zentrale in Toulouse "ein Signal über das weitere Vorgehen“ erhalten, wie SPD -Landeschef Garrelt Duin der Zeitung sagte. Beim Betriebsrat in Varel gab es diesbezüglich zunächst jedoch keine Informationen. "Ich kenne kein Datum und es gibt auch keinen Terminplan“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Jürgen Bruns am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Für die Werke stehe zudem nicht so sehr die Frage nach einer deutschen Lösung im Mittelpunkt, sondern vielmehr gehe es um die Zukunftsfähigkeit der Standorte. "Wir müssen erst einmal wissen, wie die Konzepte aussehen.“ Immer wieder gebe es neue Spekulationen.

Der Airbus -Mutterkonzern EADS will im Zusammenhang mit seinem Sanierungsprogramm "Power 8“ in Europa insgesamt sechs Werke abstoßen. Nach dem Rückzug des Heidenheimer Anlagenbauers Voith bieten für die vier deutschen Airbus -Werke nur noch der amerikanische Boeing -Zulieferer Spirit und die MT Aerospace, die zur Bremer OHB gehört. EADS will Varel, Nordenham und Laupheim sowie das EADS -Werk Augsburg abstoßen.

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