Deutsche Pensionskasen werden aufgefüllt – Spekulationen um Fusionen in der Branche
Pharma-Konzern Aventis schließt offene Flanken

Der Pharmakonzern Aventis beschleunigt die Bereinigung von Strukturschwächen aus der Vergangenheit. So hat hat er jetzt angekündigt, seine ungedeckten Pensionsverpflichtungen durch eine Zuführung von 1,5 Mrd. Euro an die deutschen Pensionskassen deutlich zu reduzieren.

FRANKFURT/M. Der Schritt wird von dem Straßburger Konzern vor allem mit finanztechnischen Erwägungen und dem günstigen Finanzierungsklima begründet. Ähnlich wie eine Reihe weiterer Maßnahmen der jüngeren Zeit läuft indessen auch dieses Manöver darauf hinaus, den Konzern stärker an branchenübliche Strukturen anzupassen. Zumindest indirekt dürfte sich das Management damit zusätzlichen Bewegungsspielraum verschaffen für den Fall, dass sich Fusionspläne konkretisieren sollten.

Entsprechende Spekulationen von Analysten und anderen externen Beobachtern konzentrieren sich seit langem bereits auf den französischen Konkurrenten Sanofi-Synthelabo. Sie erhielten jüngst neuen Auftrieb, nachdem die beiden Sanofi-Großaktionäre Elf und L’Oreal einen Poolvertrag nicht verlängerten und Verkaufsabsichten signalisierten. Eine schnelle Annäherung halten die meisten Experten für relativ unwahrscheinlich. Zudem gibt es Zweifel, ob sich Produktportfolios und regionale Präsenz gut ergänzen würden.

In jedem Fall aber würden branchentypische Strukturen die Ausgangsbasis für Aventis verbessern. Das gilt insbesondere auch für die Ertragskraft. Wichtige Schritte in dieser Hinsicht hat der Konzern vor wenigen Tagen mit dem Verkauf von Aventis Behring und der Ankündigung weiterer Strukturmaßnahmen vollzogen. Das Programm „Reshape Aventis“ soll in den kommenden Jahren Einsparungen von etwa 500 Mill. Euro generieren.

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