Industrie
Deutscher Corporate Governance Kodex

Der "Deutsche Corporate Governance Kodex" wurde 2002 im Auftrag der Bundesregierung von einer Expertenkommission unter Thyssen-Krupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme erarbeitet. Die Leitlinien sollen "das Vertrauen in die Leitung und Überwachung börsennotierter Aktiengesellschaften fördern".

dpa-afx BERLIN. Der Katalog fasst gesetzliche Vorgaben zusammen und formuliert in seiner aktuellen Fassung 82 "Empfehlungen" und 19 "Anregungen", die allerdings nicht rechtlich verbindlich sind. Unternehmen müssen aber jedes Jahr aufs Neue mitteilen, ob sie den Empfehlungen nachkommen oder nicht.

Die bekannteste Empfehlung betrifft die individuelle Offenlegung der Vergütung von Vorständen und Aufsichtsräten. Freiwillig befolgen sie inzwischen 20 der 30 Unternehmen im Deutschen Aktien-Index (Dax) . Zudem legt der Kodex weitere Leitlinien für gute Unternehmensführung vor. So sollen Vorstände zur Vermeidung von Interessenkonflikten alle Nebentätigkeiten - besonders externe Aufsichtsratsmandate - vom Aufsichtsrat genehmigen lassen.

Beim Ausscheiden aus dem Vorstand soll der bisherige Vorstandschef "in der Regel" nicht auf den Chefposten des Kontrollgremiums wechseln. Insgesamt sollen dem Gremium nicht mehr als zwei ehemalige Vorstände angehören. Wie in Deutschland haben andere Ländern Selbstverpflichtungen für börsennotierte Firmen entwickelt. Weltweit gibt es nach Expertenschätzung mehr als 60 Standards für "Corporate Governance".

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