Deutschland-Geschäft rückläufig
2004 war Rekordjahr für Großanlagenbauer

Die deutschen Großanlagenbauer haben 2004 dank der boomenden Auslandsnachfrage Aufträge in Rekordhöhe erzielt. Die Order stiegen im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent. In Deutschland schrumpften die Bestellungen allerdings.

HB DÜSSELDORF. „Mit einem Auftragseingang von 17,4 Mrd. € im Jahr 2004 erzielte der Großanlagenbau das höchste Bestellvolumen seit einer Dekade“, erklärte Wolfgang Essig, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Großanlagen im Branchenverband VDMA, am Montag in Frankfurt. Gegenüber dem Vorjahr ergibt das ein Bestellwachstum von sieben Prozent. Aus dem Ausland kamen den Angaben zufolge Aufträge im Wert von 14,3 Mrd. €. Die Exportquote stieg damit auf 82 % von 75 % im Vorjahr.

Viele Aufträge seien aus Regionen mit großen Rohstoffvorkommen wie Saudi Arabien oder Iran und aus Ländern mit hohem Wachstumspotenzial und entsprechend großem Bedarf an Energie und Grundstoffen gekommen, hieß es. Größter Einzelmarkt sei mit einem Auftragsvolumen von 2,4 Mrd. € China gewesen.

In Deutschland schrumpften die Bestellungen dagegen um 22 % auf 3,2 Mrd. €. „Auch für 2005 erwartet der Großanlagenbau dort keine nachhaltige Belebung“, sagte Essig. Gründe für die Zurückhaltung bei Investitionen seien neben der schwachen Konjunktur die hohen Betriebskosten hier zu Lande und Unsicherheiten über wirtschaftliche Rahmenbedingungen, etwa in der Energiepolitik.

Verkaufsschlager unter den Anlagen sind einer Studie des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zufolge nach wie vor Kraftwerke. Sie machen rund ein Drittel des gesamten Auftragseingangs aus. Auf Platz zwei folgen Hütten- und Walzwerke für die Eisen- und Stahlindustrie und an dritter Stelle Chemieanlagen. Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer rechnen nach früheren Angaben nach dem vergangenen Rekordjahr 2005 zwar mit weiteren Produktionszuwächsen, allerdings mit einem abgeschwächten Wachstumstempo.

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