Deutschland ist wohl weniger im Blick.
ING schließt grenzüberschreitende Fusionen nicht aus

Der niederländische Finanzkonzern ING will ungeachtet der zunehmenden Konsolidierung in Europa vor allem auf seine eigenen Kräfte setzen, schließt grenzüberschreitende Fusionen aber nicht aus.

HB WASHINGTON. „Wir haben das Gefühl, dass wir heute über genügend organisches Wachstum verfügen“, sagte ING-Finanzchef Cees Maas am Rande der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds in Washington. Der Finanzkonzern sei mit seinen Bankaktivitäten und dem Versicherungsgeschäft gut aufgestellt. „Wir wachsen organisch schnell genug, um zu überleben, egal was passiert.“

Grenzüberschreitende Zusammenschlüsse könnten Maas zufolge aber eine Option sein. „Das ist möglich, das könnte passieren“, sagte der Banker. In einem solchen Fall wäre ING an Märkten interessiert, die sich in geographischer Nähe zu den Niederlanden befänden. Auf die Frage, ob Deutschland hierbei in Frage komme, verwies Maas auf den Verkauf der Frankfurter BHF-Bank an Sal. Oppenheim im vergangenen Jahr. ING hatte damit sein Engagement in Deutschland auf die Aktivitäten der Direktbanktochter ING Diba zurückgefahren.

Derzeit übernimmt die italienische UniCredito mit der HVB die zweitgrößte deutsche Bank. Der niederländische ING-Rivale ABN Amro steht zudem kurz vor der Kontrolle von Banca Antonveneta aus Italien. Analysten gehen davon aus, dass dies nur der Auftakt zu weiteren grenzüberschreitenden Übernahmen im europäischen Finanzsektor ist.

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