Deutschland und Großbritannien sind in Europa die größten Märkte für Nachahmermedikamente
Umsätze mit Generika sollen sich bis 2010 verdoppeln

Der Generikamarkt in Europa wird sich nach Einschätzung der Unternehmensberatung Frost & Sullivan wegen des Kostendrucks in den Gesundheitssystemen sowie anstehender Patentausläufe bis 2010 in etwa verdoppeln.

HB LONDON. Eigenen Analysen zufolge werde der europäische Markt für kostengünstigere Nachahmermedikamente (Generika) bis dahin voraussichtlich auf 21,2 Milliarden US-Dollar anschwellen von 10,9 Milliarden Dollar 2003, prognostizierte die Beraterfirma in einer Studie am Dienstag in London. „Das zunehmende Bestreben, die Kosten für die Gesundheitsversorgung einzudämmen, ist wahrscheinlich einer der Hauptfaktoren, der die Annahme dieser günstigeren Optionen vorantreibt“, begründete Dhiraj Ajmani, Analyst bei der Beraterfirma, die Schätzung.

Deutschland und Großbritannien sind in Europa die größten Märkte für Nachahmermedikamente. Aber auch in Frankreich nimmt mittlerweile der Generika-Anteil am Pharmamarkt deutlich zu. Dagegen entwickelt sich in Italien bislang der Generikamarkt noch etwas langsamer.

„Generika werden vor allem wegen ihres 20- bis 80-prozentigen Preisunterschieds im Vergleich zu den Marken, bei denen der Patentschutz ausgelaufen ist, bevorzugt“, kommentierte Ajmani. Ohne die günstigeren Kopien sind nach Einschätzung der Beraterfirma die Gesundheitssysteme in Europa finanziell nicht tragbar. Frost & Sullivan geht davon aus, dass 2003 in Europa durch die Verwendung von Generika Einsparungen von fast 25 Milliarden Dollar erzielt wurden.

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