Deutschland vertieft Militärkooperation mit Vereinigten Arabischen Emiraten

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Deutschland vertieft Militärkooperation mit Vereinigten Arabischen Emiraten

Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen ihre strategische Partnerschaft ausbauen. „Das Interesse, diese noch zu vertiefen ist groß“, sagte Verteidigungsstaatsekretär Peter Eickenboom dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). Eickenboom besucht derzeit die Rüstungsmesse IDEX in Abu Dhabi, der Hauptstadt der VAE.

ABU DHABI. Das Interesse an deutschen Rüstungsprodukten sei groß, sagte Eickenboom: „Die Emirate suchen für die Armee, die weiter um- und ausgebaut werden soll, den leistungsfähigsten industriellen Partner und dazu haben sie die deutsche Industrie auserkoren“, so der Staatsekretär. Darüber hinaus wollen beide Länder auch die Vereinbarungen über die Ausbildung von Soldaten ausweiten.

Neben Gesprächen über Bundeswehrmaterial, das im Zuge des Umbaus der deutschen Armee überflüssig wird, laufen Verhandlungen zum Verkauf von U-Booten der Kieler Werft HDW. „Es besteht auch Interesse an Minenjagdbooten“, sagte Eickenboom. Zu Stückzahl und Preis wollte er sich nicht äußern.

Nach Informationen des Handelsblatts aus Branchenkreisen zählen zu den diskutierten Waffensystemen auch Kampfpanzer vom Typ Leopard, der Schützenpanzer Marder und die Panzerhaubitze 2000.

Der Bundessicherheitsrat muss solchen Rüstungsexporten zustimmen. Der Staatssekretär erwartet aber keine Schwierigkeiten, teilweise sei bereits „grünes Licht“ gegeben worden oder es sei in näherer Zukunft zu erwarten.

Im Gegenzug prüft die Bundeswehr auch den Kauf von Militärmaterial aus den Emiraten: Dazu zählen ein Transportfahrzeug vom Typ „Nimr“ sowie eine Hubschrauberdrohne. Über eine Anschaffung sei aber noch nicht entschieden, sagte Eickenboom. Bundeskanzler Gerhard Schröder wird Ende Februar die Golfstaaten besuchen.

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