Deutz: Sinkende Nachfrage setzt Motorenbauer unter Druck

Deutz
Sinkende Nachfrage setzt Motorenbauer unter Druck

Deutz kämpft mit massiven Absatzrückgängen. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der vom Unternehmen verkauften Motoren um fast ein Drittel. Erst 2017 rechnet Firmenchef Helmut Leube mit einer Erholung des Marktes.

KölnDer Motorenbauer Deutz hat im vergangenen Geschäftsjahr deutlich weniger verdient und erwartet auch 2016 keine großen Sprünge. Das operative Ergebnis (Ebit vor Einmaleffekten) fiel auf 4,9 Millionen Euro – ein Minus von 84,5 Prozent, wie die Kölner am Donnerstag mitteilten. Die Zahl der vom Unternehmen verkauften Motoren sank um 29,8 Prozent auf knapp 138.000.

Vor allem in der zweiten Jahreshälfte hätten sich die Kunden mit Investitionen zurückgehalten. Der Nettogewinn schrumpfte um über 80 Prozent auf 3,5 Millionen Euro. Trotzdem schlägt das Management eine Dividende auf dem Vorjahresniveau von sieben Cent je Aktie vor. Kleinanleger hatten den Vorstand wegen der schwächelnden Geschäfte immer wieder scharf kritisiert.

Finanzvorstand Margarete Haase sagte, das Ergebnis entspreche der „strategischen Zielrichtung, auch in Abschwungphasen eines Geschäftszyklus schwarze Zahlen zu erwirtschaften“ und belege die Wirksamkeit der eingeleiteten Effizienzmaßnahmen.

„Für das Geschäftsjahr 2016 stellen wir uns auf ein weiterhin schwieriges Geschäftsumfeld ein, zumal Anzeichen für eine Markterholung bis dato noch nicht erkennbar sind“, schrieb der Vorstand um Konzernchef Helmut Leube den Aktionären. Er gehe von einem stagnierenden bis allenfalls leicht wachsenden Umsatz aus. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von zuletzt 0,4 Prozent werde wohl nur moderat ansteigen – und dies auch in erster Linie nur dank der Kostensenkungen.

2017 rechnet Leube mit einer Markterholung, die zu einer deutlich spürbaren Verbesserung von Umsatz und Profitabilität führen solle. Das Geschäft von Deutz gilt als sehr konjunkturanfällig. Eine wirtschaftliche Flaute macht sich umgehend im Verkauf von Motoren für Lastwagen und Bau- oder Landmaschinen bemerkbar.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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