Dialyse-Geschäft
FMC hält an Übernahme von Renal Care trotz Ermittlungen fest

Die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Missouri will den vor der Übernahme durch den deutschen Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) stehenden US-Konzern Renal Care genauer unter die Lupe nehmen.

HB LOS ANGELES. Dabei handele es sich um eine branchenweite Untersuchung, die auch die Wettbewerber Gambro, DaVita und die Nordamerika-Tochter von FMC betreffe, sagte ein FMC-Sprecher am Mittwoch. Die Übernahme von Renal sei durch die Untersuchung nicht beeinträchtigt. „Es gibt keinen Grund, die Akquisition von Renal Care anzuzweifeln oder den Zeitplan der Übernahme in Frage zu stellen“, sagte der Sprecher. Zum Zeitpunkt der Übernahme sei die Möglichkeit einer solchen Untersuchung nicht ausgeschlossen worden.

Die Ermittlungsbehörden in St. Louis verlangen nach Angaben von Renal Care Dokumente über verschiedene Teile des Geschäfts von 1996 bis heute. Die Anordnung stehe im Zusammenhang mit einer zivil- und strafrechtlichen Untersuchung. Das Unternehmen werde mit der Behörde zusammenarbeiten. Die Möglichkeit einer solchen Untersuchung sei beim Verkauf an FMC bereits ins Kalkül gezogen worden.

Renal Care darauf hin, dass sich der US-Wettbewerber Gambro Healthcare schon mit der Staatsanwaltschaft auf die Einstellung der ihn betreffenden Untersuchung geeinigt habe. Die Ermittler in St. Louis hatten auch die FMC-Tochter Fresenius Medical Care Holdings aufgefordert, Dokumente vorzulegen. Die Behörden hatten FMC zufolge im April Unterlagen unter anderem über klinische Qualitätsprogramme, die Geschäftsentwicklung, Vergütungen für Klinikleiter und Beziehungen mit Ärzten von Dezember 1996 bis heute angefordert. Wegen Unregelmäßigkeiten in den Abrechnungen hat die US-Justiz bereits mehrfach die Geschäfte von Unternehmen der Branche, darunter auch FMC, geprüft.

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