Dialyseunternehmen
FMC schlägt erneut in den USA zu

Fresenius Medical Care baut sein Geschäft weiter aus. Das Dialyseunternehmen übernimmt National Cardiovascular Partners. Der Preis soll im dreistelligen Millionenbereich liegen – und schnell wieder reingeholt werden.
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FrankfurtDas Dialyseunternehmen Fresenius Medical Care (FMC) baut sein Geschäft rund um die Blutwäsche durch eine Übernahme in den USA aus. Der Konzern kauft die auf Herzkreislauf-Erkrankungen spezialisierte Firma National Cardiovascular Partners (NCP), wie das hessische Unternehmen am Mittwochabend ankündigte. Der weltgrößte Dialysekonzern legte für die US-Firma Finanzkreisen zufolge einen kleinen bis mittleren dreistelligen Millionen-Betrag auf den Tisch. Beide Unternehmen äußerten sich nicht zu den Details der Übernahme.

Die US-Firma, die mit über 200 Fachärzten zusammenarbeitet und 21 Herzkatheterlabore betreibt, wird laut FMC 2015 einen Umsatz von mehr als 200 Millionen Dollar einfahren und positiv zum Konzernergebnis beitragen. Menschen mit Nierenversagen litten fast immer auch an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erklärte FMC-Nordamerika-Chef Ron Kuerbitz. „Durch die Übernahme von NCP können wir die Behandlung dieser miteinander verbundenen chronischen Erkrankungen enger verzahnen.“

Dialysekliniken kann FMC in den USA aus Kartellgründen nicht mehr im großen Stil zukaufen. Der Konzern will am weltgrößten Gesundheitsmarkt deshalb verstärkt medizinische Dienstleistungen rund um die Dialyse anbieten – unter anderem die Koordination der Gefäßpflege und des Medikamenteneinsatzes. Dieses derzeit noch kleine Geschäftsfeld von FMC soll bis 2020 einen Anteil von 18 Prozent am Gesamtumsatz des Konzerns haben – aktuell sind es nur rund drei Prozent

Erst im Sommer hatte Fresenius Medical Care die mehrheitliche Übernahme der Firma Sound Inpatients Physicians angekündigt, einem Netzwerk von Krankenhausärzten in Amerika. Den Kauf von NCP will die Tochter des Gesundheitskonzerns Fresenius durch Barmittel, Kredite sowie zusätzliches Fremdkapital finanzieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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