Die bevorstehende Leitmesse Drupa ist für die Branche ein wichtiger Indikator für die Konjunkturlage
Druckmaschinenbauer sind optimistisch

Die weltgrößte Messe der Druckbranche, die Drupa, gilt in diesem Jahr mehr denn je als Konjunkturindikator. Denn die in zwei Tagen beginnende Fachausstellung ist eine der wenigen wichtigen Ordermessen der Branche.

DÜSSELDORF. Vom 6. bis 19. Mai erwarten die Hersteller von Druckmaschinen, Kopierern und Maschinen zur Papierverarbeitung ihre Kunden in Düsseldorf. Viele Aussteller erzielen in diesen zwei Wochen fast den Umsatz eines Quartals. Da die Drupa nur alle vier Jahre stattfindet, warten viele Druckereien mit ihren Kaufentscheidungen, bis sie die technischen Neuerungen auf der Messe gesehen haben.

Vor vier Jahren, auf dem Höhepunkt des Booms, regierte in Düsseldorf der Kaufrausch. Drucker kauften Maschinen praktisch auf Vorrat, ganze Betriebe reisten auf das Messegelände – die Drupa war ein einziges Fest. Heute hat die Branche harte Einschnitte hinter sich und steckt noch tief in der Krise. Die Erwartungen sind gedämpft. Zwar ist das Messegelände wie vor vier Jahren ausgebucht und die Zahl der Aussteller nur leicht geschrumpft, doch statt mit 428 000 Besuchern rechnet Messechef Werner Dornscheidt nur mit 350 000 – die Kunden sparen auch bei den Reisen zur Drupa.

Besonders die schwer gebeutelten Hersteller von Druckmaschinen erwarten sich von Messe wichtige Hinweise auf den weiteren Verlauf der Konjunktur. Erste positive Signale zeigen sich. „Steigende Werbeausgaben und überdurchschnittliches Wachstum beim Versandhandel und bei der Werbung mit Katalogen signalisieren eine Verbesserung des Investitionsklimas“, sagte Kai Büntemeyer vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau. „Bereits zum Jahresende hatte sich die Branchenkonjunktur erholt.“ Nach zweistelligen Minusraten bei Produktion und Export von Druckmaschinen im vergangenen Jahr rechnet der Verband für 2004 mit einem Umsatzplus von 8 %.

Auch die drei am Weltmarkt führenden Hersteller, die allesamt aus Deutschland kommen, zeigen sich optimistischer. MAN rechnet für seine Druckmaschinensparte MAN Roland mit Zuwächsen bei Auftragseingang und Umsatz. Koenig & Bauer berichtet für das erste Quartal über eine bessere Auslastung, einen weiter gewachsenen Auftragsbestand und plant einen Anstieg des Konzernumsatzes im Jahr 2004.

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