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06.03.2007 

Von der Herstellung von Bieren mit offiziellem Bio-Siegel will sich Burgard auch weiterhin fern halten. Denn das deutsche Reinheitsgebot für Bier gebe dem Verbraucher bereits die Sicherheit, ein ganz und gar natürliches Produkt zu konsumieren. „Bio ist für uns kein Thema, wir sehen allein bei Duckstein schon mehr Absatzpotenzial“, sagt der langjährige Holsten-Chef.

Dagegen kann sich Thomas Gries, Marketingdirektor bei Coca-Cola Deutschland, vorstellen, dass es von der braunen Konzernbrause irgendwann auch einmal eine Bio-Variante geben könnte. „Beispielsweise gibt es auch eine Coca-Cola light koffeinfrei für eine kleine, aber interessante Zielgruppe“, berichtet Gries. Aber richtig, der US-Getränkekonzern sei nicht berühmt für seine Nischenprodukte, sondern sei vor allem mit großen Marken wie Coca-Cola, Fanta und Sprite gewachsen, erläutert Gries weiter.

Aber Coca-Cola wandle sich nach den Vorstellungen der Konzernspitze immer mehr in eine – alle alkoholfreien Getränkekategorien umfassenden – „Total Beverage Company“. „Das heißt, wir müssen auch in Nischen gehen“, sagt der Coca-Cola-Spitzenmanager. Aber nur dann, wenn die Produkte wie jetzt „Zero“ auch genug Wachstumspotenzial hätten, deutet Gries den Unterschied zu kleineren Mitbewerbern an. Denn der weltweit agierende Getränkekonzern strebt mit allen Innovationen jeweils eine rentable Größenordnung an.

„Eine gute Idee allein reicht aber nicht“, sagt Gries. Solange keine starke Marke dahinter stehe, sei mit keinem langfristigen Erfolg des Produktes zu rechnen. Deshalb sei man über den Erwerb der Wasser-Marke Apollinaris außerordentlich froh. Denn hier biete sich ein Potenzial von Konzepten an, die im Wellnessbereich noch weit über den Ansatz eines Getränks mit einem Gesundheitsnutzen hinausgehen könnten, ist der Getränkemanager sicher. Über Einzelheiten wie neue Inhaltsstoffe und Geschmacksrichtungen wollte sich Gries angesichts der anwesenden Konkurrenz aber nicht äußern.

Eine derartige Ergänzung des Portfolios hat Mitbewerber Gerolsteiner Brunnen aber längst vorgenommen. Für das Comeback über die sieben Millionen-Hektoliter–Marke, die der Marktführer unter den Markenwässern in den zwei Jahren zuvor stets verfehlt hatte, sind nicht zuletzt innovative Getränke verantwortlich. Neuheiten wie „Gerolsteiner fit“, eine Range von Wellness-Getränken, sind die eindeutigen Gewinner des vergangenen Geschäftsjahres.

Lesen Sie weiter auf Seite 5: „Für die Brauereien wird es auf Dauer schwierig, allein mit Bier zu wachsen.“

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