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06.03.2007 

„Wir wollen dem Verbraucher Problemlösungen bieten, mit denen er sein Konsumverhalten etwas gesünder und ausgeglichener gestalten kann“, beschreibt Gerolsteiner-Chef Jörg Croseck die neu entdeckte Aufgabe des Wasserproduzenten. „Vom Aufstehen bis zum Zubettgehen“ will Croseck den Konsument „mit entsprechenden Produktangeboten begleiten“. Bei der Neuausrichtung hat die 100 Jahre alte Wassermarke bereits eine Wandlung vollzogen. „Wir sehen uns heute auf dem Weg zu einem umfassenden Erfrischungsgetränke-Anbieter“, sagt Croseck. Im laufenden Jahr plant Croseck Investitionen in die Eröffnung einer neuen Getränkekategorie sowie ein Vitalgetränk auf Basis natürlicher Inhaltsstoffe.

Letztendlich handelt es sich um einen immer härter werdenden Verdrängungswettbewerb den Brauereien, Mineralbrunnen und Safthersteller auch mit Molkereien oder Produzenten neuartiger Fruchtdrinks wie Hero-Schwartau führen. Denn „mehr als 700 Liter industriell gefertigte Getränke passen pro Jahr und Kopf nicht in den menschlichen Körper“, wie Carlsberg-Deutschland-Chef Burgard die Marktsituation beschreibt.

„Es sei denn, man kurbelt den Verbrauch mit speziellen Getränken beispielsweise für Fastenkuren, bei denen sehr viel getrunken werden muss,an“, berichtet der Getränkeproduzent und - großhändler Nordmann von einer komplett neuen Geschäftsidee.

„Ich muss den Konsumenten einen relevanten Nutzen bieten“, ist auch Gerolsteiner-Chef Croseck überzeugt. Wenn man alles nutze, was Aromahersteller wie Döhler oder Wild anböten, hätte man ein riesiges Portfolio und hätte doch keine Flasche mehr verkauft. „Wenn ich aber weiß, dass die Leute Lösungen suchen, wie sie ihren Hunger in den Griff kriegen, dann muss ich Produkte für dieses Konsumentenbedürfnis kreieren“, sagt Croseck.

„Auch für die Brauereien wird es auf Dauer schwierig, allein mit Bier zu wachsen und weiter voran zu kommen“, bemerkt Veltins-Geschäftsführer Kuhl. Unterschiedliche Altersgruppen und unterschiedliche Anlässe verlangten nach verschiedenen Getränken. „Eine Mutter, die für Kinder Getränke einkauft, hat andere Ansprüche als ein Jugendlicher, der eine Party feiern will“, sagt Kuhl.

Lesen Sie weiter auf Seite 6: „Bier muss in Zukunft anders vermarktet werden als bisher.“

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