Die Renault-Beteiligung fährt in Japan und den USA prächtige Gewinne ein
Für Nissan ist der europäische Markt nur ein Nebenschauplatz

Trotz hoher Öl- und Rohstoffpreise hält der japanische Autohersteller Nissan Motors an seinen Gewinn- und Absatz-Zielen fest: „Wir sind voll im Plan“, sagte Carlos Ghosn, CEO von Nissan, auf dem Pariser Autosalon.

ali PARIS. Nissan strebt für das Bilanzjahr 2004/2005 (Stichtag Ende März) einen Nettogewinn von 510 Milliarden Yen an (4,08 Milliarden Euro). Das Absatzziel liege unverändert bei 3,38 Millionen Fahrzeugen. Nissan gehört zu 44,4 Prozent dem französischen Renault-Konzern.

Trotz skeptischer Kommentare einiger Beobachter bekräftigte Ghosn, der im kommenden April auch das Ruder bei Renault übernimmt, dass Nissan den Auto-Absatz um eine Million Stück steigern will im Vergleich zum Absatz Ende März 2002. Dieses Ziel hatte sich Ghosn im Dreijahresplan namens „180“ gesetzt, der Ende September 2005 ausläuft. Gleichzeitig bekräftigte er: „Wir streben keine Volumina an, nur des Absatzes willen. Für uns hat die Profitabilität oberste Priorität.“ Dies käme auch im neuen Drei-Jahres-Plan für Nissan zum Ausdruck, dem Plan „Value up“. Ziel: Die Marge des Konzerns soll langfristig über 10 Prozent bleiben.

Für Nissan sind die Märkte USA und Japan auf Grund ihrer Größe und Profitabilität die wichtigsten, sagte Ghosn. China stellte er auf Grund der guten Wachstumsaussichten in den Vordergrund. „Europa ist nicht unsere Top-Priorität“, sagte der Nissan-Chef und verwies auf die im Vergleich zu anderen Ländern geringere Marge. „Unser Ziel in Europa ist, so profitabel zu sein, wie der beste europäische Massenhersteller.“ Dem Ziel sei Nissan nahe, habe es aber noch nicht erreicht. Als Maßstab nahm Ghosn BMW; die Bayern würden eine Marge von fünf bis sechs Prozent erreichen, wenn man das US-Geschäft herausrechnet. In den kommenden Jahren will Nissan noch nicht seine Luxus-Marke „Infinity“ in Europa starten.

Der französische Auto-Konzern PSA (Marken Peugeot und Citroën) setzt auf seine laufende Modelloffensive, um der schlechten Autokonjunktur zu trotzen. Nach einem guten ersten Halbjahr hofft PSA-Chef Jean-Martin Folz, „dass der Absatz im zweiten Halbjahr 2004 die Vorjahreszahlen übersteigt“, sagte Folz auf der Messe. Auf dem Pariser Salon ist PSA mit insgesamt sieben Neuheiten präsent, wie dem neuen Citroën C4 oder dem Peugeot 407 SW. Vergangenes Jahr verkaufte der Konzern 3,28 Mill. Autos. Bis 2006 soll der Absatz auf über vier Mill. steigen.

Aktuelle Bilder vom Pariser Autosalon finden Sie hier

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