Die Stuttgarter Premium-Marke hat zu viele unzufriedene Kunden - Toyota überholt VW
Der Glanz des Mercedes-Sterns verblasst - BMW-Kunden zufriedener

Schlechte Nachrichten für Mercedes-Chef Jürgen Hubbert: Im „ADAC-Automarxx“, dem umfassendsten Leistungsvergleich der in Deutschland verkauften Automarken, hat der bayerische Konkurrent BMW erstmals seit Juni 2002 die Stuttgarter Dauersieger von der Spitze verdrängt.

FRANKFURT/M. Der Grund: Bei einer erstmals durchgeführten groß angelegten Umfrage zur Kundenzufriedenheit mussten die Stuttgarter eine Schlappe einstecken. Sie landeten in dieser Kategorie nur auf dem vorletzten Platz unter den Automarken. Auch VW-Chef Bernd Pischetsrieder zählt zu den Verlierern der Studie. Erstmals zog der japanische Wettbewerber Toyota in der Gesamtwertung an den Wolfsburgern vorbei.

Im Juni dieses Jahres hatte Mercedes die Liste noch souverän vor Audi, Porsche und BMW angeführt. Doch die unzufriedenen Kunden drückten nun die Gesamtnote für Mercedes auf 2,07 und ließen die Marke auf den zweiten Rang abrutschen. Insgesamt seien die Autokäufer sehr zufrieden mit ihren Fahrzeugen und ihren Werkstätten, sagte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research, der mit dem ADAC seit 2001 vierteljährlich den Markenindex Automarxx erstellt. Doch die deutschen Hersteller verlören an Boden.

Umgekehrt holen die Importeure, vor allem die asiatischen Anbieter, mächtig auf. Erstmals verdrängte der japanische Hersteller Toyota den deutschen Konkurrenten Volkswagen vom fünften auf den sechsten Platz. Größter Verlierer der Studie war jedoch Ford. Das Unternehmen rutschte ausgerechnet zu seinem 100. Firmenjubiläum vom Platz neun auf Rang 18. Die Studie bewertet vor allem Kriterien wie Image, Rentabilität, Pannenhäufigkeit und Wiederverkaufswert der 33 wichtigsten Automarken in Deutschland.

Mit der Wachablösung an der Spitze erringt BMW-Chef Helmut Panke einen Etappensieg gegen den alten Rivalen aus Stuttgart. Unverhohlen rüttelt der BMW-Chef in jüngster Zeit am Thron von Mercedes. Tatsächlich kommen die Bayern den Schwaben immer näher. Auto-Experte Willi Diez vom Institut für Automobilwirtschaft (IFA) schließt nicht aus, dass BMW bereits im kommenden Jahr nicht nur bei der Rendite, sondern auch seit Jahren erstmals wieder bei den Stückzahlen im Premiumsegment vorne liegt.

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