Die Verbindung zwischen den beiden Autobauern war von Beginn an durch Kooperation geprägt
VW und Porsche wachsen zusammen

Dass der Massenhersteller aus Wolfsburg und der Sportwagenbauer Stuttgart gemeinsame Wurzeln haben, ist bekannt. Wie eng die beiden so verschiedenen Konzerne zusammenarbeiten, dagegen kaum.

FRANKFURT. Der Einstieg des Stuttgarter Sportwagenbauers Porsche bei Europas größten Automobilhersteller Volkswagen bringt das Erbe des genialen Ingenieurs Ferdinand Porsche nach mehr als 60 Jahren wieder zusammen. Mit seiner Beteiligung untermauert Porsche finanziell die Kooperation mit den Wolfsburgern, die nie abgerissen war.

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat es sich zum Ziel gemacht, den Konzern Stück für Stück mit einer Ausweitung der Produktpalette aus der Nische von einigen wenigen tausend Autos im Jahr herauszuführen. Angesichts dieser Expansionsstrategie ist die Bedeutung von VW als Partner in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen: „Volkswagen ist für Porsche nicht nur ein wichtiger Entwicklungspartner, sondern auch ein bedeutender Lieferant für etwa 30 Prozent des Absatzvolumens geworden“, begründet Wiedeking den Einstieg.

Erst beim IAA-Start vor zwei Wochen vertieften die beiden Hersteller ihre industrielle Partnerschaft. Gemeinsam wollen sie an Lösungen zur Hybrid-Technologie – also der Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor – arbeiten, die besonders für den umkämpften US-Markt in den kommenden Jahren unverzichtbar ist. Der Porsche Cayenne – das Auto, für das die Stuttgarter den Hybrid unbedingt brauchen – wird zu wesentlichen Teilen bei VW in Bratislava gefertigt: Dort entsteht nicht nur das VW-Schwestermodell Touareg, sondern auch die Cayenne-Karosserie. Auch die Basismotoren für einige Cayenne-Varianten liefert der Wolfsburger Konzern.

Das Bindeglied zwischen beiden Firmen sind bis heute die Familienstämme Piëch und Porsche, die Erben von Ferdinand Porsche. Dem Ingenieur erteilte Adolf Hitler 1934 den Auftrag, einen „Volkswagen“ für unter 1000 Reichsmark zu entwickeln. Drei Jahre später wurde für die Produktion des so genannten „KdF-Wagens“ – das Kürzel stand für die nationalsozialistische Ferienorganisation „Kraft durch Freude“ – eine Firma gegründet, die ab 1938 Volkswagenwerk hieß. Gemeinsam mit seinem Sohn Ferry Porsche und seinem Schwiegersohn Anton Piëch baute Ferdinand Porsche die Keimzelle des VW-Konzerns in Wolfsburg auf. Der weitgehend fertig konstruierte Wagen – der spätere legendäre Käfer – musste jedoch auf seinen Serienstart bis nach dem Krieg warten. Bis 1945 wurden in dem Werk Militärfahrzeuge produziert.

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