Die Zukunft der Industrie
Service gewinnt an Bedeutung

In der deutschen Industrie spielen Dienstleistungen insgesamt noch keine große Rolle. Doch Experten sind sich über die wachsende Bedeutung zusätzlicher Serviceangebote einig.

DÜSSELDORF. Nach Ansicht des Düsseldorfer Unternehmers Heinrich Weiss steht die deutsche Industrie vor einer großen Herausforderung: „Es geht nicht mehr nur um Hightech. Heute verlangen unsere Kunden größtmögliche Wirtschaftlichkeit über die gesamte Nutzungsdauer der Maschinen“, sagt der persönlich haftende Gesellschafter des Anlagenbaukonzerns SMS Group. Deshalb präsentiere sich SMS immer mehr als Dienstleister für seine Kunden.

Auch Garry Elliott, Chef der Thyssen-Krupp Elevator AG, sieht sich nicht mehr nur als ein Qualitätshersteller von Aufzügen und Fahrtreppen: „Bei einer Lebensdauer unserer Produkte von bis zu 35 Jahren müssen wir sicherstellen, dass die hohe Leistung und Verfügbarkeit über den gesamten Zeitraum erhalten bleiben.“ Service sei der beste Weg, dies zu garantieren.

Die Beispiele zeigen, wie wichtig Dienstleistungen für die deutsche Industrie geworden sind. Groß geworden ist sie mit dem Verkauf hochwertiger Produkte. Doch der technische Vorsprung gegenüber ausländischen Konkurrenten schrumpft. Zugleich wird die Verlagerung von Teilen oder auch kompletten Unternehmen ins Ausland weitergehen, sagt BDI-Präsident Jürgen Thumann voraus.

Um ihre Existenz zu sichern, wird es für die Unternehmen wichtiger, neben dem Industrieprodukt auch begleitende Dienstleistungen anzubieten. „Einzelne Produkte können bald von jedem an fast jedem Ort der Welt in immer besserer Qualität hergestellt werden“, sagt Günter Müller-Stevens, Professor für strategisches Management an der Universität im schweizerischen St. Gallen. Die Produzenten würden somit aus der Sicht der Kunden leichter austauschbar.

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