Dienstwagen
Chinas Beamte dürfen keinen Audi mehr fahren

Einen Audi als Dienstwagen - in China keine Seltenheit. Denn hier fahren auch viele Beamte mit den Oberklasse-Schlitten. Das will die Regierung ausbremsen. Die Neuregelung könnte das Geschäft von Audi massiv belasten.

PekingGefahr fürs China-Geschäft von Audi: Die Regierung in Peking will den Ankauf von Dienstwagen durch Behörden einschränken. Das chinesische Kabinett habe kürzlich Anweisung gegeben, die bisherige Nutzungspraxis zur Vorbereitung einer Reform bis Ende Juni genau zu erfassen, berichtet die Tageszeitung "Chinesische Wirtschaftsnachrichten". Im nächsten Schritt könnte die Regierung eine Preisobergrenze von knapp 20000 Euro und einen maximalen Hubraum von 1,8 Litern für staatliche Dienstwagen einführen. Das Blatt zitiert chinesische Experten, die davon einen Minderabsatz von zehn Prozent für Audi erwarten.

Die Oberklassemarke des Volkswagen-Konzerns hat seit der Öffnung des Landes eine starke Position als Marktführer für Beamtenwagen aufgebaut. Die Manager des Unternehmens haben sich besonders früh und konsequent um dieses Marktsegment gekümmert. Angeblich soll die Wahl der Marke Audi dem chinesischen Steuerzahler auch leichter vermittelbar sein: Sie gilt als nicht ganz so protzig wie Mercedes, bietet aber vergleichbaren Komfort.

Die Audi-Vorliebe der Beamten hat dazu beigetragen, China zum derzeit wichtigsten Markt der Marke zu machen. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres konnte Audi in China knapp 65000 Fahrzeuge absetzen, ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Luxussegment insgesamt ist derweil um drei Viertel gewachsen.

Selbst eine Abschwächung des staatlichen Dienstwagenmarktes führt angesichts solcher Zahlen voraussichtlich allenfalls zu einer Dämpfung des Wachstums.

Seite 1:

Chinas Beamte dürfen keinen Audi mehr fahren

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%