Dieselgate
Polizei durchsucht VW-Büros nahe Paris

Die VW-Dieselgate-Affäre weitet sich aus: Wie die Pariser Staatsanwaltschaft heute bestätigt hat, wurden am Freitag der Unternehmenssitz in Frankreich durchsucht und Computer beschlagnahmt. VW wolle kooperieren, hieß es.

ParisIm Zuge des Abgas-Skandals bei VW haben die französischen Ermittlungsbehörden den Sitz des deutschen Autobauers in Frankreich durchsucht. Dies bestätigte eine VW-Sprecherin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Auch in der VW-Konzernzentrale in Wolfsburg hatte es bereits Durchsuchungen gegeben.

Zuvor hatte bereits das Wochenblatt „Journal du Dimanche“ unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft über die Durchsuchung in Frankreich berichtet. Der Konzern habe „in vollständiger Transparenz mit der Polizei kooperiert“, sagte die VW-Sprecherin. Nicht bestätigen konnte sie allerdings, ob Computer oder Dokumente aus den Räumen in Villers-Cotterêts im Département Aisne mitgenommen wurden. An dem Standort sind rund 700 Menschen beschäftigt.

Die französische Justiz hatte bereits Vorermittlungen wegen schweren Betrugs eingeleitet. In Frankreich sind rund 950 000 VW-Fahrzeuge vom Abgas-Skandal betroffen. In der vergangenen Woche hatte es bereits eine groß angelegte Razzia in Wolfsburg und anderen Orten gegeben. Auf der Suche nach den Schuldigen in der Abgasaffäre stellten nach Angaben der Staatsanwaltschaft Braunschweig Ermittler Akten und Computer sicher. Es seien sowohl Geschäftsgebäude des Konzerns als auch Wohnungen von VW-Mitarbeitern durchsucht worden, hieß es.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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