Dieselgate und die Folgen
Volkswagen-Pkw ernennt eigenen Krisenmanager

Strafen, Schadensersatzforderungen, Rückrufe: Die Marke Volkswagen wurde durch den Diesel-Skandal schwer beschädigt. Ein neuer Krisenmanager soll die Pkw-Sparte des Konzerns in Europa wieder auf Kurs bringen.

BerlinZur Aufarbeitung des Abgasskandals hat der VW-Konzern einen eigenen Krisenmanager für seine Hauptmarke Volkswagen Pkw bestimmt. Der Leiter der Qualitätssicherung der VW-Marke, Manfred Bort, wurde zum „Beauftragten für die Bewältigung der Diesel-Thematik in Europa“ ernannt. Ein VW-Sprecher bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht der „Automobilwoche“. Markenchef Herbert Diess wolle damit „mehr Dampf auf den Kessel geben“, so das Magazin.

Europas größter Autobauer muss wegen Abgasmanipulationen von Diesel-Fahrzeugen, die durch die US-Umweltbehörde EPA öffentlich gemacht worden waren, mit Strafen und Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe rechnen. VW hat zugegeben, die Werte durch eine illegale Software geschönt zu haben. In den USA sind davon rund 580.000 Autos betroffen, weltweit rund elf Millionen.

Die „Automobilwoche“ zitiert zudem aus einem Brief des Vertriebs- und Marketingchefs von VW Pkw in Deutschland, Thomas Zahn, an die Händler des Unternehmens. Demnach gebe es noch Nachholbedarf bei der Rückeroberung von Vertrauen. „Wir sind auf diesem Weg noch nicht so weit, wie wir es erhofft haben.“

Am Freitag hatte der Konzern seinen weltweiten Absatz für März vorgelegt und dabei einen Rückgang von 0,2 Prozent ausgewiesen. Die Marke Volkswagen verbuchte ein Minus von drei Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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