Dieselgate
US-Behörde vertagt Entscheidung über VWs Rückrufplan

Die amerikanische Behörde Carb schlägt vor, die Entscheidung zu VWs Rückrufplan auf Mitte Januar zu verschieben. Neue Informationen, die der Autobauer erst am Mittwoch mündlich übermittelt habe, verlangsamen den Prozess.

New YorkKommende Woche sollte eigentlich die Entscheidung in VWs Emissionsskandal feststehen: Wie will der Autobauer die rund 500.000 betroffenen Diesel-Fahrzeuge reparieren und wie soll ein Rückruf organisiert werden? Der Wolfsburger Konzern hatte dazu im November einen Rückrufplan bei dem kalifornischen Regulierer Carb und der US-Umweltbehörde EPA eingereicht. Bis spätestens Dienstag hätten die Behörden Zeit gehabt, darüber zu entscheiden.

Nun wird sich der Prozess jedoch weiter in die Länge ziehen. Carb schlug in einem Brief an VW vor, spätestens am 14. Januar eine Entscheidung zu präsentieren. VW muss diesem neuen Zeitplan zustimmen.

Grund für die Verzögerung sei „die kontinuierliche Einreichung weiterer, wichtiger Informationen und Daten“, heißt es in dem Brief der kalifornischen Behörde. So habe VW erst am Montag neue Informationen schriftlich bei Carb eingereicht und am Mittwoch noch einmal mündlich weitere Informationen übermittelt.

Der Regulierer, der den Emissionsskandal maßgeblich mit aufgedeckt hat, braucht nun Zeit, um die neue Sachlage zu verarbeiten. Die Umweltbehörde EPA in Washington arbeitet eng mit Carb zusammen, um einen landesweiten Rückrufplan zu organisieren. Welche Informationen VW noch nachgereicht hatte, war zunächst nicht klar. Eine Sprecherin von EPA sagte: „Die EPA drängt weiter darauf, dass VW so schnell wie möglich eine effektive, angemessene Lösung entwickelt, die den Autobesitzern keine zusätzlichen Kosten verursacht.“

Carb-Chefin Mary Nicols hatte im Gespräch mit dem Handelsblatt betont, dass VW unter Umständen auch gezwungen sein könnte, Autos zurück zu kaufen, da sie nicht ohne Nachteile für den Fahrer repariert werden könnten.

Bei diesem Rückrufplan geht es um die Zwei-Liter-Dieselmotoren. Einen separaten Rückrufplan für die Drei-Liter-Motoren der Marken VW sowie der Schwestermarken Audi und Porsche muss der Konzern bis Anfang Februar einreichen.

Astrid Dörner ist Korrespondentin in New York.
Astrid Dörner
Handelsblatt / Deskchefin Agenda
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